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Doom 3 vor Patentansprüchen gerettet

Engine erhält im Rahmen einer Einigung Unterstützung für Creatives EAX-Technik. Am 26. Juli 2004 verschickte der Soundkarten-Hersteller Creative eine Pressemitteilung, in der beiläufig erwähnt wurde, dass man sich mit id Software wegen einer patentierten Schatten-Berechnungs-Technik für Doom 3 geeinigt habe. Die angekündigte Integration von Creatives Raumklang-Algorithmus EAX Advanced HD scheint demnach nicht ganz freiwillig erfolgt zu sein. John Carmack zeigte sich entsprechend angewidert von Creatives Verhalten.
/ Christian Klaß
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EAX Advanced HD ist noch nicht in der ersten Version der Doom-3-Engine integriert, mit der Doom 3 auch erscheint. Dafür, dass id Software die Sound-Technik in spätere Versionen einbaut, wird Creative seine Patent-Ansprüche nicht weiter verfolgen. Von Creative hieß es im Rahmen der "Doom 3 unterstützt EAX Advanced HD"-Pressemitteilung: "Wir sind froh, eine Einigung bezüglich Creatives patentierter Schattierungs-Technik und id's hochentwickelter 3D-Grafik-Doom-3-Engine erzielt zu haben."

Bei der in der Pressemitteilung nicht genau spezifizierte Schattenberechnungstechnik handelt es sich um die von id Software favorisierten Stencil Shadows. John Carmack, Miteigentümer und Chefprogrammierer von id Software, äußerte sich auf Nachfrage eines Reporters der 3D-Hardware-Site Beyond3D entsprechend entnervt über die "nervige Patentsituation" :

"Wir waren darauf vorbereitet, einen Two-Pass-Algorithmus zu verwenden, der äquivalente Ergebnisse bei einer Geschwindigkeitseinbuße liefert, aber wir haben die Einigung mit Creative getroffen, so dass wir die zfail-Methode nutzen können, ohne dafür Geld zahlen zu müssen." Am liebsten hätte Carmack die Unterstützung von Creative-Hardware wegen deren Position zur Patentierung von Spielesoftware-Algorithmen ganz weggelassen, "doch das hätte nur den Nutzern geschadet."

Im Beyond3D-Forum(öffnet im neuen Fenster) und in einem Spieleentwickler-Forum(öffnet im neuen Fenster) , in welchem wegen ähnlicher Patente bereits seit 2003 diskutiert wird, kocht derweil die Stimmung gegen Creative hoch. Das Resultat könnte ein für den Soundkartenhersteller Creative unangenehmer Image-Schaden sein. Die Angelegenheit wurde von Einigen als Erpressung aufgefasst. Zudem zeigt der Fall eindrucksvoll die möglichen Gefahren von Softwarepatenten – die auch die Spielesoftware-Industrie treffen können.

Ob Creatives Patent-Ansprüche überhaupt gültig sind, bezweifelt man bereits. So soll bereits der ehemalige Nvidia-Mitarbeiter Sim Dietrich 1999 im Rahmen einer Präsentation Stencil Buffering beschrieben und ein entsprechendes Dokument ins Netz gestellt haben.


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