Lycos Europe: Mehr Verluste im zweiten Quartal
Nahezu ein Drittel (29 Prozent) der Gesamtumsätze seien durch den überproportional wachsenden und margenstarken Geschäftsbereich Paid Services & Shopping generiert worden, so Lycos Europe. Trotz ausgeweiteter Marketingaktivitäten im Bereich der neueingeführten Internetzugangsprodukte auf dem deutschen Markt sei es gelungen, das EBITDA-Ergebnis von minus 21,6 Millionen Euro in den ersten sechs Monaten 2004 im Vergleich zu minus 20,5 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum nahezu stabil zu halten. Der Fehlbetrag konnte um 3 Prozent von minus 27,2 Million Euro in den ersten sechs Monaten 2003 auf minus 26,3 Million Euro im selben Zeitraum 2004 reduziert werden.
Mit einem Anteil von 44 Prozent am Gesamtumsatz stellten Werbeerlöse den Hauptumsatztreiber dar, gefolgt von Paid Services & Shopping, Interconnect (Umsatzanteil 25 Prozent) und anderen (Umsatzanteil 2 Prozent). Die Gesamtumsatzverbesserung ist hauptsächlich auf eine Umsatzsteigerung im Bereich Paid Services & Shopping um 43 Prozent auf 13,9 Millionen Euro zurückzuführen. Der Umsatz aus dem Interconnect-Geschäft verbesserte sich um 11 Prozent auf 12 Millionen Euro. Der Werbeumsatz in Höhe von 20,8 Millionen Euro ging im Vergleich zum Vorjahr um 2 Prozent zurück.
Im zweiten Quartal 2004 belief sich der Gesamtumsatz auf 23,9 Millionen Euro, was im Vergleich zum Vorjahreszeitraum eine Zunahme von 11 Prozent und damit das höchste Quartalsumsatzniveau seit Ende 2002 bedeutet. Das EBITDA-Ergebnis sank aber um 24 Prozent auf minus 11,9 Millionen Euro vor allem infolge intensivierter Marketingaktivitäten für kostenpflichtige Services sowie einer größeren Marketingkampagne zur Produkteinführung von Lycos DSL-Zugängen in einer Größenordung von 4 Millionen Euro. Aus demselben Grund stieg der Fehlbetrag von minus 12,5 Millionen Euro im zweiten Quartal 2003 um 15 Prozent auf minus 14,4 Millionen Euro im Vergleichszeitraum 2004.
Lycos Europes liquide Mittel und Einlagen lagen zum 30. Juni 2004 bei 146,5 Millionen Euro, verglichen mit 155,8 Millionen Euro am 31. März 2004.