Spieletest: Schlacht um Troja - Einfallsloses Strategiespiel
Das Spiel Schlacht um Troja erfordert praktisch keine Einarbeitungszeit – neben ein paar Waffengattungen (Speerwerfer, Bogenschützen, Schwertkämpfer, Reiter und Späher sowie Anführer) gibt es noch Heiler, die angeschlagene Kämpfer wieder munter machen. Die Heiler sind unbewaffnet, was sie zu einem beliebten taktischen Angriffsziel der Gegner macht. Die Anführer sind mit besonders hohen Leistungwerten ausgerüstet und sorgen dafür, das die um sie herum versammelten Truppen effektiver kämpfen.
Zur Truppenausbildung gibt es vier Gebäude, die man in der Nähe seiner Basis errichten kann – und die ebenfalls gut geschützt werden sollten. Ein Wehrturm übernimmt die Verteidigung der Städte.
Das Spiel beinhaltet eine dreh- und zoombare 3D-Ansicht und eine Minimap, auf der man die Position der eigenen Truppen und Gebäude und er aufgeklärten Gegner erkennen kann. Da die Karten recht groß sind, ist es so möglich, einigermaßen die Übersicht zu behalten. Neben Feindstellungen gibt es auch neutrale Siedlungen, die man nach der Eroberung zur Goldgewinnung und als Basis nutzen kann.
Die Spielsteuerung erlaubt zwar die Gruppierung von Einheiten, eine Formationsaufstellung ist jedoch nicht vorgesehen, obwohl gerade diese dem Themas angemessen gewesen wäre. Zudem ist der Mauszeiger für ein Strategiespiel viel zu schnell unterwegs – seine Geschwindigkeit lässt sich jedoch nicht regeln. Das Speichern des Spielstandes ist zu guter Letzt nicht mitten in der Schlacht sondern nur Missionsweise möglich.
Fazit:
"Schlacht um Troja" hält nicht, was der Titel und vielleicht durch den Film aufgestellte Erwartungen in Aussicht stellen. Das Programm ist vielmehr ein liebloses Echtzeitstrategiespiel mit langweiliger Grafik, ohne Innovationen und wenig Atmosphäre.



