Offene Netzwerke der Zukunft sichern
Das neu gegründete Center for Networked Systems (CNS) soll das erste seiner Art sein, das sich direkt dem Vernetzen von Netzwerken, der durchdringenden Vernetzung (Pervasive Computing) von Gegenständen des Alltags und Grid-Systemen widmen soll. Das CNS soll eng mit den vier Unternehmen zusammen arbeiten, um gemeinsam die wichtigsten Hürden für große vernetzte Systeme adressieren zu können.
Die Beteiligten zeigen sich überzeugt davon, dass einige der Probleme nur durch enge Zusammenarbeit von Industrie und akademischen Forschern beseitigt werden können. Vernetzte System-Infrastrukturen von morgen würden Umgebungen aus vielen Technologien, vielen Herstellern und vielen Betreibern sein; aus diesem Grunde könne man diese offenen, geteilten Infrastrukturen nur in einem konzentrierten, gemeinsamen multi-disziplinären Ansatz mit der Industrie angehen, so die Universitätsleitung.
Das CNS baut auf die Erfahrung der UCSD auf, deren Forscher sich schon zuvor - auch verteilten - Netzwerken und Systemen sowie deren Leistungsmessung und Sicherheitsproblemen widmeten. Ziel soll es sein, nicht nach schnellen Lösungen zu suchen, sondern Langzeit-Forschung für den Erfolg großer Netzwerksysteme zu betreiben. Dabei sollen Robustheit, System- und Anwendungssicherheit, Netzwerk-Management und Qualitätssicherung für Anwendungen und Endanwender berücksichtigt werden.
Abgesehen von ihrer finanziellen Unterstützung und der Benennung von bekannten Problembereichen, sollen die vier Unternehmen deswegen auch Studenten bei sich aufnehmen und selber Entwickler an die Universität senden. Die CNS-Leitung erwartet, dass in Kürze das erste halbe Dutzend CNS-geförderter Projekte starten wird. Jedes gemischte Experten-Team soll sich einem kritischen technischen Problem oder einem Rahmenwerk widmen. Die Forschungsthemen sollen von Großnetzwerk-Modellierung und Netzwerksicherheits-Bewertung bis hin zur Entwicklung neuer Routing-Architekturen reichen, die optische Netzwerke auf neue Weise Nutzen.