Schwedische Firma will Digitalvideorekorder-PCs vereinfachen

Die Software macht den PC – in Verbindung mit entsprechenden Hardware-Komponenten – zum Videorekorder, DVD-Player, Radio, zur Musik-Jukebox und zum schwarzen Brett für die Familie. Auch Web-Anwendungen wie Online-Spiele, Shopping, Videokonferenzen und weiteres sollen möglich sein. Wichtig ist es Wellton Way dabei, darauf hinzuweisen, dass die eigene Benutzeroberfläche besonders einfach zu erweitern und dennoch einfach zu bedienen ist – niemand müsse dafür wissen, wie man einen Computer bedient, um sämtliche Funktionen nutzen zu können. Gewohnte Linux- und Windows-Funktionen bleiben dennoch nutzbar.
MMC soll dem Nutzer auch die Aktualisierung installierter Software automatisch abnehmen. Dies beziehe sich – zumindest unter Windows – nicht nur auf Microsoft-Updates, sondern z.B. verschiedene Codecs wie Real Player und DivX. Sobald neue Anwendungen und Funktionen herauskommen, würden diese automatisch mit der Hilfe von MMC integriert.
Intel will Wellton Way bereits für seine MultiMedia-Center-Software interessiert haben – der Prozessorhersteller präsentiere die Software auf Veranstaltungen in Verbindung mit seiner Technik.
Erste Komplettsysteme mit der ersten Generation der Software sollen in Schweden bereits verkauft worden sein. Die zweite Generation der Software soll ab Herbst 2004 auch auf Wohnzimmer-PCs außerhalb Schwedens zu finden sein. Ein Computer mit einer MMC-Lizenz, Fernbedienung, digitaler TV-Karte und weiterem Zubehör soll dann ungefähr 990,- US-Dollar kosten, umgerechnet knapp 820,- Euro zzgl. Mehrwertsteuer.
Dadurch, dass Microsoft bisher seine eigene Windows Media Center Edition recht teuer verkaufte bzw. in Europa noch gar nicht wirklich startete, kommen immer mehr Konkurrenzanbieter auf den Plan, die mit günstigeren und offeneren Systemen werben. Auch aus dem Freeware- und Open-Source-Bereich gibt es bereits entsprechende Software – beispielsweise die Freeware myHTPC, deren kommerzielle Version Buhl Data nicht nur an Hersteller sondern auch Endkunden vertreiben wird und derzeit im offenen Betatest anbietet.



