Studie: Open Source ist gut für die Gesellschaft
Software sei ein Erfahrungsgut mit besonderen Eigenschaften, das erst in Verbindung mit Humankapital, das im Umgang mit Software aufgebaut wird, zu einem Kundennutzen führe. Zudem weise Software starke Netzwerk-Externalitäten auf, die zu der bekannten Lock-In-Problematik führen. Darüber hinaus wird Software durch starke Skaleneffekte in Bezug auf die abgesetzten Lizenzen charakterisiert, was zu sehr engen oligopolistischen oder monopolistischen Marktstrukturen führe, so Pasche und Engelhardt.
Software, bzw. das im im Quellcode enthaltene Wissen, könne aber auch ein öffentliches Gut darstellen, bei dem durch Kompilierung und Lizenzierung das Ausschlussprinzip wieder hergestellt werden kann. Die Entwickler von Open-Source-Software (OSS) tragen daher nach Ansicht der Wissenschaftler in erheblichem Maße zu einem Wissenskapitalstock bei, der den Charakter eines öffentlichen Gutes hat.
Die Produktion von Open-Source-Software ziehe dabei Humankapital nur in geringem Umfang aus dem kommerziellen Sektor ab, schaffe dafür aber in viel höherem Maße zusätzliches Humankapital und sorge für dessen bessere Auslastung durch seine Fähigkeit, Programmierer zu freiwilligen Kooperationsleistungen zu motivieren.
Darüber hinaus trage die Entwicklung von Open Source direkt und indirekt zu einer Erhöhung der Wettbewerbsintensität im kommerziellen Sektor bei und erhöhe so dessen Effzienz, die aufgrund produktionsbedingter oligopolistischer und monopolistischer Strukturen Defzite aufweise.
So entwickle Open Source dank der durch hohe Netzwerkexternalitäten entstehenden Vorteile einer Standardisierung positive Wohlfahrtseffekte, während bei proprietärer Software die Tendenz zur Monopolbildung zu negativen Wohlfahrtseffekten führe.



