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Handy-Mikrofon unterbindet störende Nebengeräusche

Dual-Mikrofon-System filtert Nebengeräusche. An der Universität von Toronto in Kanada wurde ein so genanntes Dual-Mikrofon-System entwickelt, das Nebengeräusche zuverlässig herausfiltert und schon in wenigen Jahren zu einer besseren Sprachqualität bei Handy-Telefonaten führen könnte. Durch den Einsatz von zwei Mikrofonen will man sich an der Arbeitsweise des menschlichen Ohres orientieren und so lästige Störgeräusche wirksam unterbinden.
/ Ingo Pakalski
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Das Dual-Mikrofon-System analysiert den Abstand zwischen dem Mund des Sprechers und dem Mikrofon, indem die Zeitdauer gemessen wird, in der die stärksten Geräusche das Mikrofon erreichen. Dazu werden Frequenzfilter verwendet, die von einem Computer-Chip untersucht werden, womit zwischen Frequenzen des Sprechers sowie den Frequenzen von anderen Geräuschen unterschieden wird. Mit diesem Verfahren sollen lästige Störgeräusche effektiver unterbunden werden.

Im Unterschied zu anderen Spracherkennungssystemen, die lediglich Hintergrundgeräusche reduzieren, zerlegt dieses Verfahren andere Geräusche in ein leises Summen, damit Hintergrundgeräusche nicht mehr als störend empfunden werden.

"In der normalen Umwelt findet man Hintergrundgeräusche und Schallreflektionen, die es erschweren können, einem Handy-Telefongespräch zu folgen" , sagt der Forschungsleiter Professor Parham Aarabi. "Das System verwendet zwei Mikrofone, die sich – ähnlich wie die beiden menschlichen Ohren – auf die Stimme des Sprechers konzentrieren und die übrigen Geräusche ausfiltern" , führt er weiter aus.

Auch wenn das Dual-Mikrofon-System bereits an der University of Toronto entwickelt und erprobt wurde, wird es noch schätzungsweise zwei Jahre dauern, bis das System in Mobiltelefonen Einzug halten wird – noch nimmt das System zu viel Platz in Anspruch. Die Forscher geben sich aber optimistisch, dass miniaturisierte Versionen der Technik in rund zwei Jahren realisierbar sind. Ein Chip zur Leistungssteigerung von Spracherkennungs-Software für PCs sei hingegen bereits in wenigen Monaten realisierbar, prognostiziert Aarabi.


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