Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Spieletest: Indycar Series 2005 - Kreis-Fahren für Profis

Neues Rennspiel für Xbox und Playstation2. In Europa hält sich die Begeisterung für Indycar-Rennen weiter in sehr engen Grenzen. Trotzdem veröffentlicht Codemasters auch den neuen Teil der Indycar Series-Reihe wieder hier zu Lande – und dürfte damit vor allem Tüftlern und Technik-Freaks eine große Freude bereiten.
/ Thorsten Wiesner
Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)

Konnte man bisher wenig mit den ewigen Rundkursrennen anfangen, wird man sich wohl auch durch Indycar Series 2005 kaum überzeugen lassen – natürlich ist auch hier auf allen 15 Kursen ewiges Im-Kreis-Fahren angesagt, und nach rechts muss eigentlich nur dann gelenkt werden wenn man mal einen Kontrahenten überholt hat oder aus dem Kiesbett hinaus manövriert. Stattdessen ist volle Konzentration gefragt: Wer einen Moment lang unaufmerksam ist – was etwa in einem 50-Runden-Rennen ja durchaus mal vorkommen kann – küsst schnell die Wand oder ein anderes Fahrzeug und kann sich aus dem Wettkampf verabschieden.

In einem recht netten Tutorial bekommt man vom Rennfahr-Profi Dan Wheldon zahlreiche Tipps für die späteren Wettkämpfe und erfährt nebenbei auch einige interessante Informationen zu den Indycar-Rennen an sich. Trotzdem ist viel Einarbeitungszeit gefragt – im späteren Rennverlauf entscheidet nämlich nicht unbedingt nur das fahrerische Können, sondern vor allem das Wagen-Tuning über Erfolg oder Misserfolg. Wer gar nicht an seinem Fahrzeug herumschraubt wird daher vor allem in höheren Schwierigkeitsgraden kaum eine Chance auf den Sieg haben.

Die Tuning-Optionen sind daher auch mehr als umfangreich: Wer gerne den Reifendruck variiert und jede Schraube selber nachzieht, um danach ausführliche Proberunden zu drehen, ist bei diesem Programm bestens aufgehoben. Verbringt man im normalen Leben allerdings eher weniger Zeit in der Garage oder mit dem Studieren vom Motoren-Büchern dürfte man stellenweise etwas überfordert sein – hier wäre ein zweites Technik-Tutorial sicher nicht verkehrt gewesen.

In punkto Fahrgefühl lässt sich kaum etwas Schlechtes über Indycar Series 2005 sagen, der Titel setzt nicht nur in den Menüs auf puren Realismus, sondern versucht auch auf der Strecke so Simulations-getreu wie möglich zu wirken. Schade allerdings, dass das Ganze optisch einen eher zwiespältigen Eindruck hinterlässt – wirklich hübsch sind weder die Fahrzeuge noch die Strecken geraten, was durch das gute Geschwindigkeitsgefühl allerdings etwas kompensiert wird.

Indycar Series 2005 ist bereits im Handel erhältlich und für Xbox undPlaystation2 verfügbar. Beide Versionen unterscheiden sich kaum voneinander und bieten zudem auch beide einen Online-Modus für 12 (Xbox) bzw. 8 (Playstation2) Spieler.

Fazit:
Während der Großteil der erhältlichen Rennspiele eher den Arcade-Charakter betont, ist Indycar Series 2005 vor allem etwas für Simulations-Fanatiker, die sich über unzählige Einstellungs-Optionen freuen und auch keine Probleme damit haben, stundenlang im Kreis zu fahren. Vor allem optisch hätten die Entwickler aber ruhig etwas mehr aus Playstation2 und Xbox herausholen dürfen.


Relevante Themen