Nach langem Darben: Neue GeForce-Treiber von Nvidia
Lediglich unter Windows NT4.0 wird noch kein PCI-Express (PCI-E) unterstützt, dies will Nvidia in späteren Treiberversionen nachreichen. Generell soll ForceWare Version 61.76 eine größere Stabilität und auch Leistungsverbesserungen mit sich bringen. Wer auf Unterstützung für DirectX 9.0c hofft, der wird vom neuen Treiber enttäuscht werden – Nvidia zufolge hat Microsoft noch nicht die WHQL-Zertifizierungskriterien für die mit dem Windows-XP-Service-Pack 2 kommende DirectX-9-Version festgelegt. So unterstützen auch die neuen Treiber nur DirectX 9.0b – es sei denn man greift in die Registry ein, was im 3DCenter-Forum(öffnet im neuen Fenster) beschrieben wird.
Ab DirectX 9.0c können Shader-Modell-3.0-Effekte dargestellt werden, was allerdings derzeit nur Nvidias GeForce-6800-Serie beherrscht und nur vom 3D-Shooter Far Cry ab der Versionsnummer 1.2 ausgenutzt wird. In den nächsten Tagen will Nvidia aber auf seiner Spiele-Website N-Zone.com die Nicht-WHQL-zertifizierte ForceWare-Version 61.77 mit DirectX-9.0c-Unterstützung samt Anleitung zur Verfügung stellen, wie der Shader-Model-3.0-Support in Far Cry aktiviert wird.
Ab ForceWare Version 61.76 hinzugekommen ist eine Unterstützung für OpenGL 1.5. Darüber hinaus bringen die Treiber neue Funktionen mit sich: Die Funktion "QuickZoom" soll als per Tastendruck aktivierbare Bildschirmlupe die Augen beim Lesen auf dem Bildschirm entlasten und die Arbeit am Rechner ergonomischer machen. Darüber hinaus lassen sich nun auch erstmals bei den Anwendungs- bzw. Spieleprofilen für jede Software mehrere Voreinstellungsprofile speichern.
Nur unter Windows 2000/XP soll es nun – wie in den Radeon-Treibern des Konkurrenten ATI – besondere Unterstützung für Projektoren und Breitbild-Digitalfernseher mit DVI-Eingang geben. Dies beinhaltet die Möglichkeit, passende Auflösungen einstellen zu können, in Verbindung mit einem externen TDMS (abhängig vom Grafikkarten-Hersteller) die HDTV-Timings (CEA/EIA-861B) zu verändern sowie die Komponenten-Ausgabe zu konfigurieren und korrigieren (nur bei Grafikkarten mit entsprechendem Ausgang).
Behoben wurden wieder viele Fehler, die unter anderem in Nvidias nView steckten, in Verbindung mit GeForceFX-Karten zu Darstellungsfehlern in Sim City 4 (bei GeForce FX 5950 Ultra mit 2xQ-Antialiasing), Need for Speed Underground (FX 5950 Ultra), Splinter Cell Pandora (FX 5950 Ultra), dem Flight Simulator 2004 (6800/FX 5950 Ultra) und Far Cry (FX 5600/5700, GeForce 6800) sowie zu Abstürzen im Windows-Explorer (bei MPEG-2-Schnitt unter GeForce4 Ti 4600/GeForceFX 5700) führten. Zudem sollen GeForce-6800-Grafikkarten eine bessere Far-Cry-Leistung bieten.
Nvidia bietet auf seiner Website(öffnet im neuen Fenster) drei mehrsprachige Treiberpakete an, eines für Windows 95/98/ME(öffnet im neuen Fenster) (15,8 MByte), eines für Windows NT 4 mit Service Pack 6(öffnet im neuen Fenster) (18,3 MByte) und eines für Windows 2000/XP(öffnet im neuen Fenster) (20,6 MByte). WHQL-zertifiziert, also von Microsoft abgesegnet, sind nur die Treiber für 2000/XP und Windows 9x/ME.
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