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Colt: Stellenabbau trotz Umsatzplus

Zentrale Abteilungen sollen nach Indien verlagert werden

Der europäische Telekommunikationsanbieter Colt Telecom konnte seinen Umsatz im zweiten Quartal 2004 erneut steigern, auch in Deutschland. Auch konnte die deutsche Tochtergesellschaft Colt Telecom GmbH im ersten Halbjahr 2004 einen positiven Free-Cashflow und ein positives Betriebsergebnis (EBIT) erwirtschaften. Dennoch sollen in Frankfurt 300 Stellen abgebaut und nach Indien verlagert werden.

Artikel veröffentlicht am ,

Die deutsche Colt Telecom GmbH steigerte im zweiten Quartal 2004 den Umsatz um 14,3 Prozent auf 171,8 Millionen Euro und war damit mit einem Umsatzanteil von 38 Prozent die wichtigste Landesgesellschaft der gesamten Gruppe. Die Zahl der direkt angeschlossenen Geschäftskunden legte im gleichen Zeitraum um knapp 21 Prozent auf 6.290 zu, die Gesamtzahl der Kunden erhöhte sich sogar um 27 Prozent auf nunmehr 17.577.

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Den deutlichen Kundenzuwachs führt das Unternehmen unter anderem auf zusätzliche Preselection-Verträge zurück. Colt ist eines der wenigen Telekommunikationsunternehmen in Deutschland, das seit gut einem Jahr bundesweit neben Ferngesprächen auch Ortsgespräche über das so genannte Preselection-Verfahren anbieten kann. Neben dem Verkauf an eigene Kunden vertreibt Colt diesen Dienst auch über Wiederverkäufer (Reseller).

Trotz des Umsatzwachstums werden in Deutschland bis Ende 2005 rund 300 Mitarbeiter entlassen, davon rund 100 bereits im laufenden Jahr. Wesentlicher Grund dafür ist die Verlagerung von zentralisierten Abteilungen nach Indien. Die Verlagerung von Arbeitsplätzen nach Indien ist laut Colt Teil der Gesamtstrategie und hat zum Ziel, zusätzliches Wachstum zu ermöglichen und dabei vor allem die Kostensituation weiter zu verbessern.

"Mit der Gründung der Servicegesellschaft in Indien steigt die Wettbewerbsfähigkeit von Colt Telecom deutlich: Einerseits sinken die Stückkosten für unsere bisherigen Produkte. Andererseits können wir neue Dienstleistungen wie etwa LAN-Management anbieten - deutlich kostengünstiger als von Europa aus", so Wolfgang Essig, Vorsitzender der Geschäftsführung der Colt Telecom GmbH.

Im Rahmen der Offshoring-Pläne von Colt sollen ausschließlich Abteilungen nach Indien verlagert werden, die keinen direkten Kundenkontakt haben. Da diese überwiegend europäischen oder zentralen Funktionen vor allem am Hauptsitz in Frankfurt am Main ansässig sind, fallen vor allem an diesem Standort Arbeitsplätze weg. Durch interne Umbesetzung von Mitarbeitern soll der Stellenabbau gemindert werden. Im Gesamtkonzern werden im Rahmen der Verlagerung bis Jahresende etwa 200 Mitarbeiter am Standort Delhi in Indien arbeiten.

Zum 30. August 2004 soll zudem Jean-Yves Charlier sein Amt als neuer Chief Executive Officer und Präsident antreten. Er übernimmt damit den Posten von Steve Akin, der wie angekündigt, zum Colt-Mehrheitseigner Fidelity Investments zurückkehren wird.

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Roger Gehrig 20. Sep 2004

Hallo zusammen, auch ich wurde nicht verschont von der Entlassungswelle. Nicht in dieser...

colloquium 22. Jul 2004

ich denke das wir im grundsatz uebereinstimmen. es stehen hier fuer uns und spaeter auch...

px 22. Jul 2004

Ich würde nicht sagen, dass der Markt hier am Ende ist. Wir haben sicherlich einen...

colloquium 22. Jul 2004

dieses verhalten ist ja nun nicht wirklich neu. auch glaube ich nicht, das sich die...

tb 21. Jul 2004

Von Qualität kann man bei COLT nicht wirklich sprechen- sie sind halt gross und...


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