DivX 5.2 ist fertig - Pro-Version nicht mehr als AdWare
Sowohl DivX Pro 5.2, DivX 5.2 als auch der DivX-Player 2.5.4 unterstützen nun vier Sprachen und lassen sich zwischen Englisch, Französisch, Japanisch und Deutsch wählen. Zudem beinhaltet DivX nun eine bebilderte Anleitung zum Erstellen von DivX-AVIs, was allerdings noch nicht aus dem Englischen übersetzt wurde. Auch die offizielle Website DivX.com und das Support-System sind nun mehrsprachig, wenn auch noch nicht in allen Teilen. Neu für alle Produkte ist zudem, dass sie nun – wie bisher nur der DivX-Player – automatisch nach Updates suchen, so dass man keine neue Version mehr verpasst. Dies lässt sich auf Wunsch des Nutzers aber auch deaktivieren.
Für DivX-Profis relevant dürften aber nur die eigentlichen Verbesserungen am Encoder sein: Hier soll ab DivX 5.2 ein neuer zwischen "Fastest" und "Standard" platzierter "Fast Mode" Live-Video-Encoding ermöglichen, aber trotz Standard-naher Qualität nicht so große Datenmengen wie die Fastest-Modus erzeugen. Das Handheld-Profil soll nun den realen Möglichkeiten DivX-zertifizierter Geräte näher kommen – im Positiven, denn beim Kodieren mit dem neuen Handheld-Profil werden demnach nun Videos von höherer Qualität erzeugt.
Korrigiert wurde zudem der "Fastest Mode", bei dem vorher die Einstellungen für die mittlere Bitrate nicht immer stimmte. So kann nun auch mit dem Fastest Mode – der für gute Qualität hohe Bitraten braucht – DivX-Zertifikat-konformes Video erstellt werden.
Generell soll der Bitrate Calculator des Encoders nun besser arbeiten: Innerhalb des Encoder-Konfigurations-Dialogs müssen nun nur Zieldateigröße, die Länge des Videos und die Audiobitrate angegeben werden, worauf der Bitrate Calculator die richtige Bitrate in den Encoder einträgt. Der Encoder selbst soll zudem ab DivX 5.2 Optimierungen für Intels SSE3 enthalten und damit auf Pentium-4-Prescott-Prozessoren bis zu 15 Prozent schneller sein.
Der Encoder von DivX Pro 5.2 enthält das oben Beschriebene, erweitert aber zusätzlich noch das bereits in DivX 5.0 erstmals integrierte "Bi-directional Coding". Dieses brachte bereits eine 20-prozentige Datenreduktion bei visuell etwa gleicher Bildqualität. Dank des nun von DivX Pro 5.2 unterstützten "Adaptive Bi-directional Coding" werden laut DivXNetworks noch höhere Kompressionsraten und auch eine bessere Bildqualität erzielt, was aber nicht in Prozentwerten ausgedrückt wurde. Insgesamt soll DivX Pro eine bis 30 Prozent bessere Kompressionsleistung als das kostenlose DivX erzielen, muss dafür allerdings auch einen höheren Rechenaufwand betreiben.
Sollen Videos mit besonders hohen Bitraten unterstützt werden, erlaubt der DivX-Pro-5.2-Encoder nun anstatt des Einsatzes der normalen, für niedrige bis hohe Bitraten geeigneten H.263-Quantisierung auch eine MPEG-2-Quantisierung für besonders hohe Bitraten. Damit die Kontrolle und Modifikation der Einstellungen sowie die Beobachtung der Encoder-Arbeit während der Kompression nicht die Rechenleistung schluckt, soll das Feedback-Fenster des Encoders nun für HyperThreading und mehrere CPUs optimiert sein.
Auf Decoder-Seite unterstützen nun sowohl DivX 5.2 als auch dessen kostenpflichtige Pro-Version die Wiedergabe von mit generischem MPEG-4-Codecs erzeugten Filmen besser. Außerdem wurde ein Fehler beseitigt, der bei Szenen mit kontrastreichen Kanten zu sichtbaren Blockartefakten führen konnte – primär betraf dies laut DivXNetworks Zeichentrickfilme. Diese sollen ab DivX 5.2 (Pro) ordentlich wiedergegeben werden.
Der kostenpflichtige DivX-Encoder Dr. DivX mit beigepacktem DivX 5.2 Pro übernimmt ab der neuen Version 1.0.5 endlich den AC3-Sound aus VOB-Quelldateien und verstärkt automatisch die AC3-Soundlautstärke (bei AC3 Audio/VOBs). Ferner bietet er mehr MP3-Kompressionsenstellungen, kommt besser mit hochauflösenden Videos klar, erkennt besser die Länge von VOBs und beseitigt viele Encoding-Fehler.
Der DivX-Player 2.5.4 integriert den DivX-5.2-Decoder, unterstützt alle neuen DivX-5.2-Funktionen, spult nun in mehreren Geschwindigkeiten vor und zurück, spielt noch mehr verschiedene MPEG-4-Dateien und erstmals auch HD-Videos ab. Für eine Ausgabe von Dateien in der HDTV-Auflösung 720p muss mindestens ein 2,4-GHz-PC mit 384 MByte RAM und 64-MByte-Grafikkarte vorhanden sein; für eine 1080p-Wiedergabe muss gar ein 3.0-GHz-PC mit 512 MByte RAM und 128-MByte-Grafikkarte her. Generell soll der DivX Player 2.5.4 auch auf CD und DVD gespeicherte Videos ruckelfreier abspielen und zugleich das optische Laufwerk weniger beanspruchen.
Der kostenlose Videocodec DivX 5.2(öffnet im neuen Fenster) , der ebenfalls kostenlose DivX-Player 2.5.4(öffnet im neuen Fenster) sowie die Testversionen von DivX 5.2 Pro(öffnet im neuen Fenster) und Dr. DivX 1.0.5(öffnet im neuen Fenster) stehen unter DivX.com für Windows zum Download zur Verfügung. Nach der Testperiode können Freischalt-Codes für DivX Pro und Dr. DivX (DivX Pro enthalten) für 20,- respektive 50,- US-Dollar online erworben werden. Eine MacOS- und eine Linux-Version der Software ist noch nicht erhältlich.



