Ärger für Red Hat
Falsche Bilanzen sollen Aktienkurs in die Höhe getrieben haben. Red Hat hatte in dieser Woche angekündigt, seine Bilanzen zu überarbeiten. Nach dem turnusmäßigen Wechsel des Witschaftsprüfers hatte man sich entschieden, die Abonnements des Red Hat Network nicht mehr monatsweise in der Buchhaltung zu erfassen, sondern auf Tagesbasis. Zwar hat dies keine großen Auswirkungen auf Red Hats Ergebnis, doch sieht sich der Linux-Anbieter nun diversen Sammelklagen gegenüber – das Unternehmen habe die Anleger getäuscht.
So kündigten die Kanzleien Berger & Montague, Milberg Weiss Bershad & Schulman, Lerach Coughlin Stoia & Robbins, Brian M. Felgoise, Wechsler Harwood, Brodsky & Smith, Charles J. Piven und Chitwood & Harley Sammelklagen gegen Red Hat an. Red Hats CEO Matthew J. Szulik und Finanzchef Kevin B. Thompson sollen falsche Bilanzen veröffentlicht haben, so der Vorwurf.
Red Hats Aktien waren nach Bekanntgabe der Bilanzänderung um rund 22 Prozent gefallen. Durch die falschen Bilanzen sei der Aktienkurs überhöht gewesen, wovon vor allem Suzlik und Thompson profitiert hätten, so die Vorwürfe.