MS-Messaging-Server spricht mit AIM, ICQ und Yahoo Messenger
"Ähnlich wie die E-Mail die heutige Geschäftslandschaft verändert hat, wird auch Instant Messaging in Unternehmen allgegenwärtig werden" , so Anoop Gupta, Corporate Vice President von Microsofts Real-Time Collaboration Business Unit. Firmen wollen ihm zufolge ihre IM-Systeme über Netzwerk-Grenzen ausdehnen und es ihren Angestellten ermöglichen, sicherer mit Kunden, Partnern, der Familie und Freunden zu kommunizieren. Die größte Nachfrage der Kunden habe darin bestanden, so Gupta, mit anderen öffentlichen IM-Netzwerken zu kommunizieren.
Der Office Live Communications Server unterstützt auch das im Bereich Internet-Telefonie genutzte Session Initiation Protocol (SIP) und Presence Leveraging Extensions (SIMPLE), wodurch eine größere Flexibilität und Erweiterbarkeit geboten werden soll. Der Zusatz Office im Namen kommt nicht von ungefähr: Er integriert Instant-Messaging-Funktionen in Microsofts Office-Produkte Outlook 2003, Excel und Word sowie in Team-Sites und Portale, etwa mittels Windows SharePoint Services.
Die Zusammenarbeit der Betreiber der vier größten Instant-Messaging-Netze soll eine wichtige Entwicklung für das Enterprise Instant Messaging (EIM) sein und damit verbundene Mehrwertdienste fördern. Der Live Communications Server 2005 soll eine sicherere, verschlüsselte Kommunikation zwischen zwei oder mehr Unternehmen erlauben. Beim Kontakt mit externen IM-Nutzern soll eine Firewall die nötigen Ports offen halten und auf VPN verzichtet werden können – eine Verschlüsselung zwischen MSN-Messenger und konkurrierenden Netzen ist damit leider noch Zukunftsmusik.
Der Office Live Communications Server 2005 steckt noch in der Beta-Phase, Microsoft plant eine Auslieferung für das vierte Quartal 2004. Preise nannte der Redmonder Software-Gigant noch nicht.



