Sony tranStick: Virtuelle Verkabelung mit Memory Sticks
Die Medien, die im Gehäuse von Memory Sticks untergebracht sind, nennen sich tranSticks und bieten zwei Funktionen. Zum einen agieren sie als virtuelle Verbindung und zum anderen sind sie Speicherkarten, deren Inhalte per Funk verwaltet werden können.
Die erste Funktion würde Anwendern ermöglichen, Geräte miteinander zu verbinden. Dazu sind immer zwei tranSticks notwendig, die ein Paar bilden. Beispielsweise könnte man sie farblich markieren, um dem Anwender die Nutzung zu erleichtern. Die Kommunikation läuft immer nur zwischen diesem Paar, so dass sie sich nicht mit anderen tranSticks ins Gehege kommen.
Finden die Sticks eine Verbindung zueinander, signalisieren sie dies optisch beispielsweise durch eine LED. Die zweite angesprochene Funktion erlaubt den Zugriff auf Daten, die auf dem TranStick gespeichert sind – aber nur demjenigen, der das Gegenstück besitzt. Die Verschlüsselung, Identifizierung und Authentifizierung der Sticks findet vollkommen ohne Anwendereingriff statt.
Ein großer Nachteil des Systems liegt schon auf der Hand – geht ein tranStick eines tranStick-Paares verloren, ist der andere wertlos geworden. Es sollen aber nicht nur 1:1-Verbindungen möglich sein, sondern beispielsweise über einen Directory-Server auch 1:N-Verbindungen.
In einem interessanten Whitepaper(öffnet im neuen Fenster) , das die Forscher anlässlich der Präsentation veröffentlichten, werden Anwendungsbeispiele geschildert. Man verspricht sich mit den tranSticks Verbindungen beispielsweise zwischen Notebooks und Projektoren, Ad-hoc-Verbindungen zwischen Rechnern, Boxen und Stereoanlagen und ähnlichen Anwendungen.
Eine kommerzielle Nutzung der Idee ist noch nicht absehbar.



