Abo
  • Services:
Anzeige

Microsoft beseitigt schweres Sicherheitsleck vom Januar 2004

Sicherheits-Patch für die Windows-Shell endlich erschienen

Nach einer langen Wartezeit von knapp einem halben Jahr bietet Microsoft nun endlich einen Patch für eine schwere Sicherheitslücke vom Januar 2004 an, nachdem das Unternehmen in den vergangenen Monaten fünf Möglichkeiten zur Bereinigung des Fehlers hat verstreichen lassen. Ein Angreifer kann dem Internet Explorer mit Hilfe des Sicherheitslecks Dateien mit falschen Endungen unterschieben, die ein Opfer für ungefährlich hält und so gefährlichen Programmcode ausführt.

Das Sicherheitsloch steckt anders als zunächst angenommen in der Windows-Shell, die gefälschte CLASSIDs nicht abfängt. Da die Windows-Shell auch vom Internet Explorer verwendet wird, kann ein Angreifer dem Browser etwa über eine Webseite Dateien mit vorgeblich vertrauenswürdigen Endungen unterschieben. Als Angriffsszenario ließe sich etwa eine HTML-Datei so modifizieren, dass diese im Browser als PDF-Datei erscheint. Bei Ausführung der Datei werden dann aber die darin enthaltenen HTML-Kommandos ausgeführt.

Anzeige

Das verschafft einem Angreifer umfassende Kontrolle auf einem fremden System mit den Rechten des angemeldeten Nutzers. Verfügt das angemeldete Opfer über Administratorrechte, lassen sich etwa neue Konten anlegen, Programme starten oder Dateien löschen. Noch im Januar 2004 wurde angenommen, das Sicherheitsloch steckt nur im Internet Explorer und nicht auch in der Windows-Shell. Mit dem nun erschienenen Patch deaktiviert Microsoft die Möglichkeit, eine CLASSID als Dateityp innerhalb der Windows-Shell zu verwenden.

Unverständlich bleibt, warum Microsoft fünf Gelegenheiten und damit rund sechs Monate hat verstreichen lassen, den Fehler zu beheben. Denn nach der von Microsoft im Oktober 2003 ausgerufenen, neuen Sicherheitsstrategie will das Unternehmen eigentlich schwere Sicherheitslöcher zügig beheben und diese an einem monatlichen Patch-Day veröffentlichen, wovon es seither fünf gab. Erst am sechsten Patch-Day vom Juli 2004 nimmt sich Microsoft knapp sechs Monate nach Bekanntwerden des Sicherheitslochs der Sache an.

Da die Windows-Shell eine zentrale Komponente von Windows darstellt, betrifft das Sicherheitsloch Windows 98, 98SE, Millennium, NT 4.0, 2000 sowie XP einschließlich der entsprechenden Server-Versionen und Windows Server 2003. Allerdings bietet Microsoft aus unerfindlichen Gründen keinen Patch für Windows 98, 98SE und Millennium an, obgleich der Hersteller selbst das Risiko des Sicherheitslecks als hoch einstuft.

Zumindest für die übrigen Windows-Plattformen wird der Sicherheits-Patch für die Windows-Shell zum Download angeboten. Alternativ erhält man den Patch über die Windows-Update-Funktion.


eye home zur Startseite
Michael - alt 16. Jul 2004

Frank, ich stimme Dir zu, nicht für jeden Pipifax ein komplettes Szenario testen. Aber...

Autor 15. Jul 2004

Naja, wie man es nimmt. In der Unternehmens-Gruppe, die mir z.Z. mein Dach über meinem...

Frank 14. Jul 2004

Es geht nicht um das gesamt team sondern um den Kern (so wie ich "Kloß" verstanden habe...

Frank 14. Jul 2004

sorry aber es ist ja nicht so das man das gesamt system testen muss wenn eine Komponente...

Hauke 14. Jul 2004

Wo bleiben diese doofen trolle, die sagen windows sei sicherer??? PS: Schön Microsoft...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. operational services GmbH & Co. KG, Sindelfingen
  2. Landeshauptstadt Potsdam, Potsdam
  3. Bundeskartellamt, Bonn
  4. Fresenius Medical Care Deutschland GmbH, Schweinfurt


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. Mittelerde Collection 25,97€)
  2. (u. a. Mad Max, Legend of Tarzan, Conjuring 2, San Andreas, Creed)
  3. (u. a. Der Marsianer 8,79€, Blade Runner 8,97€, Interstellar 8,74€, X-Men Apocalypse 8,79€)

Folgen Sie uns
       


  1. Umweltbundesamt

    Software-Updates für Diesel reichen nicht

  2. Acer Nitro 5 Spin

    Auf dem Gaming-Convertible spielen und zeichnen

  3. Galaxy Note 8 im Hands on

    Auch das Galaxy Note sieht jetzt doppelt - für 1.000 Euro

  4. Microsoft

    Git-Umzug von Windows-Team abgeschlossen

  5. Play Store

    Google entfernt 500 Android-Apps mit 100 Millionen Downloads

  6. DreamHost

    US-Regierung will nun doch keine Daten von Trump-Gegnern

  7. Project Brainwave

    Microsoft beschleunigt KI-Technik mit Cloud-FPGAs

  8. Microsoft

    Im Windows Store gibt es viele illegale Streaming-Apps

  9. Alpha-One

    Lamborghini-Smartphone für über 2.000 Euro vorgestellt

  10. Wireless-AC 9560

    Intel packt WLAN in den Prozessor



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Fujitsu Lifebook U937 im Test: 976 Gramm reichen für das fast perfekte Notebook
Fujitsu Lifebook U937 im Test
976 Gramm reichen für das fast perfekte Notebook
  1. DLU Fujitsu entwickelt Deep-Learning-Chips

Game of Thrones: Die Kunst, Fiktion mit Wirklichkeit zu verschmelzen
Game of Thrones
Die Kunst, Fiktion mit Wirklichkeit zu verschmelzen
  1. HBO Nächste Episode von Game of Thrones geleakt
  2. Hack Game-of-Thrones-Skript von HBO geleakt
  3. Game of Thrones "Der Winter ist da und hat leider unsere Server eingefroren"

Schifffahrt: Yara Birkeland wird der erste autonome E-Frachter
Schifffahrt
Yara Birkeland wird der erste autonome E-Frachter
  1. Sea Bubbles Tragflächen-Elektroboote kommen nach Paris
  2. Honolulu Strafe für Handynutzung auf der Straße
  3. Yara Birkeland Autonomes Containerschiff soll elektrisch fahren

  1. Re: alte Lasermaus

    Shik3i | 04:49

  2. Und es ist eher unattraktiv

    watwerbisdudenn | 04:32

  3. Re: Sind 1000 Euro nicht zu teuer?

    mcmrc1 | 03:38

  4. Re: Nur für Rechtshänder?

    quasides | 03:01

  5. Re: Hoffentlich läufts in 1080p auf Raven-Ridge

    LinuxMcBook | 02:49


  1. 17:51

  2. 17:08

  3. 17:00

  4. 16:55

  5. 16:38

  6. 16:08

  7. 15:54

  8. 14:51


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel