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DMCA verhindert Wartung und Reparatur von Backup-Systemen

StorageTeks erwirkt einstweilige Verfügung gegen Wartungsanbieter

Ein Bezirksgericht in Boston hat auf Antrag von StorageTek auf Basis des Digital Millennium Copyright Act (DMCA) eine einstweilige Verfügung gegen das Unternehmen Custom Hardware Engineering & Consulting erlassen. Das Unternehmen bietet Wartungs- und Reparaturarbeiten von StorageTeks Backup-Systemen an.

Custom Hardware Engineering & Consulting habe die Urheberrechte von StrorageTek verletzt, da das Unternehmen eine von StrorageTek in seine Geräte integrierte Schutzfunktion umgangen habe. Um an den Backup-Systemen von StorageTek eine Fehlerdiagnose durchzuführen, ist ein geheimer Schlüssel notwendig, nur dann lässt sich der "Maintenance-Level" verändern und das Gerät dazu bewegen, detaillierte Fehlermeldungen zu produzieren.

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Custom Hardware Engieering & Consulting hat diesen Schutzmechnismus umgangen, um an die Fehlerprotokolle der Systeme ihrer Kunden zu gelangen und diese warten und reparieren zu können.

Sollte die Einschätzung des Gerichts sich im weiteren Verlauf des Verfahrens bestätigen, würde dies für entsprechende Anbieter einschneidende Konsequenzen bedeuten. Die Wartung und Reparatur entsprechender Geräte wäre dann ohne Erlaubnis des Herstellers kaum mehr möglich.

Die Entscheidung des Gerichts steht auf der Website von Jason Schultz, Anwalt für geistiges Eigentum, zum Download zur Verfügung.

Der Digital Millennium Copyright Act (DMCA), ein umstrittenes US-amerikanisches Gesetz aus dem Jahr 1998, dient dem Schutz von Vorrichtungen, die selbst das Urheberrecht schützen. Er stellt bis auf wenige Ausnahmen die Umgehung des Schutzes von Urheberrechten unter Strafe, beispielsweise die Verbreitung von Techniken, die Kopierschutzvorrichtungen umgehen.

Beispielsweise wurde der russische Programmierer Dmitry Sklyarov auf Grund einer Strafanzeige vom kalifornischen Staatsanwalt John Ashcroft - der von Adobe auf den Programmierer hingewiesen wurde - am 16. Juli 2001 vom FBI auf der Defcon-Konferenz in Las Vegas festgenommen, weil er an der Entwicklung des "Advanced eBook Processors" (AEBPR) beteiligt war. Die Software dient zum Aushebeln von Adobes E-Book-Kopierschutzsystem für den Acrobat Reader.

Sklyarov wurde allerdings im Dezember 2002 von einem US-Gericht freigesprochen. Adobe zog seine Klage im Juni 2001 nach massivem Druck unter anderem durch die Bürgerrechtsorganisation Electronic Frontier Foundation (EFF) zurück.


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coni 20. Jul 2004

Richtig, es heisst hart bleiben gegenüber den Amis. Ich kenne andere Deutsche Firmen die...

Marvin 13. Jul 2004

*hehe* "Standard" ist aber auch fieses Wort... für einen Unterfranggn ;o)

telefonman 13. Jul 2004

Du hast Recht! Bei unserer Firma stehen seit ca. 1 Jahr die Amis vor der Tür und möchten...

Inu 13. Jul 2004

Ganz einfach: Hardware eines solchen Herstellers verliert an Marktwert. Ich arbeite...

Christian 13. Jul 2004

Na wenn ich mir überlege wieviele Leute hier bei Golem "Standart" statt "Standard" oder...



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