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Catalyst 4.7 - Neue ATI-Treiber mit Temporal Anti-Aliasing

ATI verspricht erneute 3D-Leistungssteigerung für X800-Grafikkarten. Mit der nun erschienenen Catalyst-Treiberversion 4.7 führt ATI den neuen Kantenglättungsmodus "Temporal Anti-Aliasing" der X800-Grafikchipserie ein. Außerdem soll ein besseres Handling von Vertex Shadern für höhere Leistung sorgen.
/ Christian Klaß
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Die Vertex-Shader-Leistung soll dadurch insbesondere in Spielen mit Stencil Shadow Volumes verbessert sein. Als Beispiel führt ATI den synthetischen Benchmark 3DMark 2003 an, der in den "schattenreichen" Tests Battle of Proxycon und Troll's Lair auf einer Radeon X800 Pro dank des neuen Treibers rund 10 bis 30 Prozent schneller sein soll.

Um 5 bis 10 Prozent verbessert wurde auch die Bildrate im WWII-Shooter Call of Duty, was allerdings nur für Grafikkarten mit Chips der X800-Serie und aktivierter Kantenglättung gilt. Im Aquamark, einem auf Aquanox 2 basierenden Benchmark, wurde die X800-Leistung um 2 bis 3 Prozent angehoben, was wohl eher nicht zu merken sein dürfte.

Bei der Kantenglättung (engl. Anti-Aliasing) wird neben dem von ATI Gewohnten nun auch das zur X800-Pro/XT-Einführung angekündigte "Temporal Anti-Aliasing" erstmals unterstützt. Hier werden beispielsweise zwei verschiedene 4AA-Muster immer im Wechsel voneinander genutzt werden. Damit will ATI trotz 4AA-Mustern ab einer bestimmten Bildrate eine Kantenglättungsqualität wie mit wesentlich rechenaufwendigeren 8AA-Sample-Mustern erzielen können – Gleiches ist bei 2AA- und 6AA-Mustern möglich.

Temporal Anti-Aliasing funktioniert allerdings nur ohne vom Auge wahrnehmbares Bildflackern, wenn eine Bildrate von 60 Bildern/s nicht unterschritten wird. Deswegen schaltet der ATI-Treiber das Temporal AA nur in Phasen ein, in denen eine bestimmte Bildrate nicht unterschritten wird. Ursprünglich gab ATI an, dass eine Bildrate von 30 oder 40 Bildern pro Sekunde nicht unterschritten werden dürfte. Unterstützt wird Temporal Anti-Aliasing sowohl unter OpenGL als auch DirectX.

Neben der versprochenen Leistungssteigerung und dem interessanten Kantenglättungsmodus bringt der Catalyst 4.7 auch einige Korrekturen mit sich. So soll es weniger Probleme geben mit den Spielen "Freedom Fighters" (Darstellungsprobleme auf 9200 AIW beseitigt), "Halo: Combat evolved" (Wasser um Death Island wird auf Radeon 8500 nun korrekt dargestellt), "Serious Sam" (maximales Tru Form macht keine Probleme mehr), "Splinter Cell Pandora Tomorrow" (Texturfehler im Wasser auf X800 XT beseitigt) und "TOCA Race Driver" (Schattenfehler beseitigt).

Das Treiberpaket Catalyst 4.7 ist für Windows 2000/XP(öffnet im neuen Fenster) (28,8 MByte) sowie die Windows XP Media Center Edition(öffnet im neuen Fenster) (24 MByte) zum Download(öffnet im neuen Fenster) erhältlich. Unterstützt werden jeweils alle Radeon-Chip-Serien von 7000 bis X800 inkl. etwaiger All-in-Wonder-Versionen mit integriertem TV-Tuner. Auch für ATIs Mainboard-Chipsätze mit Onboard-Grafik sind Treiber enthalten. Windows-9x/ME-Nutzer müssen sich weiterhin mit dem Catalyst 4.3 vom März 2004 begnügen.


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