Minolta Z3: 12fach-Zoom und Anti-Shake in Consumer-Modell
4-Megapixeler mit Funktionen der Halbprofiklasse. Die DiMAGE Z3 ist die erste Konica-Minolta-Digitalkamera der Z-Serie, die mit einem Anti-Shake-System mit CCD-Shiftmechanismus ausgestattet wurde. Bislang ist das System, das vor Verwackelungen im hohen Brennweitenbereich bei schlechten Beleuchtungssituationen schützen soll, bei Minolta nur in den semiprofessionellen Geräten verbaut worden.
Käufer des Vorgängers Z2 dürften sich nicht schlecht ärgern, dass Minolta nach gut fünf Monaten schon einen deutlich aufgewerteten Nachfolger auf den Markt bringt. Die Z3 ist zwar wie die Z2 auch mit einem Vier-Megapixel-Sensor ausgestattet, verfügt jedoch jetzt über ein 12fach-Zoomobjektiv, das einen Brennweitenbereich zwischen 35 und 420 mm (entspr. KB-Format) bei F2,8 bis 4,5 abdeckt.
Darüber hinaus steht auch noch eine Makro-Einstellung zur Verfügung, bei der der Fotograf bis zu 1 cm nah an das Objekt herangehen kann. Das neu entwickelte GT-APO-Objektiv besteht aus 13 Elementen in 10 Gruppen, inklusive zwei AD-Linsen (anomale Dispersion) und zwei asphärischen Elementen. Das zusätzliche 4fach-Digitalzoom ergibt in Kombination mit dem optischen 12fach-Zoom einen 48fachen Zoombereich.
Der von Konica Minolta entwickelte, zweistufige Anti-Shake-Mechanismus erkennt zunächst mit dem Smooth Impact Drive Mechanism SIDM den Grad der Verwacklung und versucht, diesen durch die flexible Aufhängung des Sensors zu kompensieren. Da sich diese Art der Bildstabilisation nicht im Objektiv befindet, sondern der CCD selbst die Bewegung ausgleicht, kommt es nicht zu einem Qualitätsverlust bei der Abbildung. Zusätzlich bleibt die Bauweise angenehm kompakt. Durch Aktivierung der Anti-Shake-Funktion sollen zwei bis drei Verschlusszeitenstufen gewonnen werden.
Der 1,5-Zoll-LCD-Monitor arbeitet mit einer Wiederholrate von 50 Bildern/Sekunde und weist eine Auflösung von 78.000 Pixeln auf. Die DiMAGE Z3 ist erstmals für ein Z-Modell mit einem elektronischen Sucher (118.000 Pixel) und nicht wie ihre Vorgängerinnen mit einer Monitorumschaltung mit Spiegelsystem ausgestattet.
Die DiMAGE Z3 verfügt über ein Autofokussystem mit Prädiktionsfokuskontrolle, welches die Schärfe im Weitwinkelbereich in nur 0,15 Sekunden und im Telebereich in nur 0,20 Sekunden finden soll. Der 5-Punkt-AF reduziert durch seine fünf überlappenden Fokusfelder perspektivische Konflikte, welche aus Objekten resultieren, die sich zwischen zwei Fokusfeldern befinden. Ein spezieller Algorithmus versucht, Personen durch einen großen Anteil an Hauttönen zu erkennen und soll das versehentliche Fokussieren auf Gegenstände verhindern, die sich im Hintergrund befinden.
Mit der progressiven Bildaufnahmefunktion wird der Zwischenspeicher der Kamera mit Aufnahmen gefüllt, solange der Auslöser gedrückt wird. Dabei werden die letzten 6 bzw. 15 Aufnahmen der Serie auf die Speicherkarte geschrieben. Es können bis zu 6 Bilder in der Standardserienbildfunktion (2.272 x 1.704 Pixel) gespeichert werden und 15 Bilder in der UHS-Serienbildfunktion mit 1.280 x 960 Pixeln.
Die Kamera verfügt über eine Programmautomatik (P), eine Zeitautomatik (A), eine Blendenautomatik (S) und eine manuelle Belichtungseinstellung. Dazu stehen dem Gerät eine Mehrfeldmessung mit 256 Segmenten sowie eine mittenbetonte Integralmessung und eine Spotmessung zur Verfügung. In der manuellen Belichtungsfunktion können Langzeitbelichtungen von bis zu 30 Sekunden erzielt werden. Die Kamera arbeitet mit Verschlussgeschwindigkeiten zwischen 4 und 1/1.000 Sekunden. Die einstellbare Empfindlichkeit rangiert zwischen ISO 50, 100, 200 und 400. Der eingebaute Blitz deckt einen Bereich von bis zu 4 Metern im Weitwinkel- und bis zu 2,5 Meter im Telebereich ab.
Die Kamera kann außerdem Filmsequenzen in VGA-Auflösung (640 x 480) samt Ton mit einer Bildrate von 30 Bildern pro Sekunde machen. Die Länge der Clips ist nur von der Kapazität der SD-Speicherkarte abhängig. Ein TV-Ausgang erlaubt die Ansicht des Bild- und Filmmaterials auch auf angeschlossenen Fernsehgeräten.
Die Kamera erreicht mit ihrer USB-2.0-Schnittstelle leider nur eine Übertragungsrate von 12 Mbps ("Full Speed") und damit beileibe nicht die vollen Möglichkeiten des USB-2.0-Bus-Systems (High Speed, 480 Mbps), sondern nur die Geschwindigkeit von USB 1.1.
Die Kamera wiegt trotz des 12fach-Zooms nur 335 Gramm (ohne Akkus) und ist PictBridge-kompatibel. Die Außenmaße des Gerätes liegen bei 108,5 x 80 x 83,5 mm. Die Stromversorgung erfolgt über vier Mignon-(AA-)Batterien bzw. -Akkus.
Gegen Aufpreis gibt es ein umfangreiches Systemzubehör-Programm inklusive Blitzgeräten für den Zubehörschuh. Dazu gehören die Minolta-Programmblitzgeräte 5600HS (D) und 3600HS (D) und seit neuestem auch das Programmblitzgerät 2500 (D). Dabei handelt es sich um einen kompakten, automatischen Blitz mit einem neigbaren Kopf. Mit dem optional erhältlichen Weitwinkelkonverter-Set wird eine Brennweite von 26 mm erreicht.
Die DiMAGE Z3 soll 499,- Euro kosten und ab Mitte Juli 2004 lieferbar sein.