Zum Hauptinhalt Zur Navigation

CERN: Fortschritte beim Grid-Computing

LCG-Projekt soll 15 Petabyte pro Jahr verarbeiten. Das CERN Openlab für DataGrid-Applikationen vermeldet einen Durchbruch im Bereich des Grid-Computing. Die Software für das Large Hadron Collider Computing Grid Project (LCG) konnte jetzt erstmals auf unterschiedlichen Architekturen demonstriert werden – ein wichtiger Schritt für das geplante Grid, das ab 2007 Datenmengen von rund 15 Petabyte pro Jahr verarbeiten soll.
/ Jens Ihlenfeld
Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)

Das vom CERN sowie den Unternehmen Enterasys Networks, Hewlett-Packard, IBM, Intel und Oracle finanzierte CERN Openlab zeigte einen Cluster von 40 HP-Servern mit Intels 64-Bit-Prozessor Itanium 2 auf Basis der LCG-Software. Insgesamt waren daran 60 Forschungseinrichtungen in Europa, Nordamerika und Asien beteiligt.

Bislang wurde die LCG-Software nur auf 32-Bit-Prozessoren eingesetzt, die Ausweitung auf andere Plattformen ist aber notwendig, da das Grid rasch wachsen muss, um ab 2007 die Daten des bislang leistungsfähigsten Teilchenbeschleunigers, dem Large Hadron Collider (LHC), zu verarbeiten. Pro Jahr sollen rund 15 Petabyte Daten anfallen, die Aufschlüsse über den Ursprung des Universums liefern sollen.

Aber auch in anderen Bereichen hat man Fortschritte erzielt. Beispielsweise gelang es, Daten über mehrere Stunden mit einer Geschwindigkeit von 1 GByte pro Sekunde auf Band zu sichern und im Rahmen des Internet-2-Landspeed-Rekords mehr als 1 TByte an Daten in 30 Minuten über eine große Entfernung zu übertragen.


Relevante Themen