Schädigt Handy-Nutzung Spermien?
451 Männer wurden über 13 Monate hinweg beobachtet. Verglichen wurde die Samenproduktion von intensiven Handy-Nutzern mit Nichtnutzern. Die Studien selbst sind bislang noch nicht in einer wissenschaftlichen Fachzeitschrift veröffentlicht worden. Eine wissenschaftliche Bewertung konnte deshalb noch nicht vorgenommen werden. Vor diesem Hintergrund sei eine abschließende Stellungnahme nach Ansicht des Branchenverbandes Informationszentrum Mobilfunk noch nicht möglich.
Diese Ansicht vertritt Prof. Hans Evers, früherer ESHRE-Vorsitzender und Professor an der Universitätsklinik in Maastricht. Nach Bekanntgabe der Studienergebnisse kam er zu der Einschätzung, dass diese Studie "mehr Fragen aufwirft als Antworten gibt". Die Wissenschaftler müssten sich deshalb zunächst intensiv mit den Ergebnissen auseinander setzen, da zahlreiche Einflussfaktoren die Spermienqualität beeinflussen. Dazu zählen u.a. Stress, Alter, Alkoholkonsum und Rauchen. Inwieweit auch diese Faktoren in der Fejes-Studie berücksichtigt wurden, steht noch nicht fest.
Die deutschen Mobilfunknetzbetreiber haben unabhängig von dieser Studie gemeinsam mit der Bundesregierung das Deutsche Mobilfunk-Forschungsprogramm (DMF) ins Leben gerufen. Bis voraussichtlich 2006 sollen unter der Leitung des Bundesamtes für Strahlenschutz mehr als 50 Forschungsprojekte durchgeführt werden. Ziel ist es, Wissenslücken über die biologischen Wirkungen und Mechanismen elektromagnetischer Felder zu schließen.
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