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DVX-POD - Erster portabler DivX/MP3-Player mit 7-Zoll-LCD

MobiNote DVX-POD 7010 spielt unter anderem MPEG-4, DivX, WMV und Quicktime. Mit dem DVX-POD 7010 will der taiwanesische Hersteller MobiNote Technology in Kürze den ersten portable Multiformat-Videoplayer mit 7-Zoll-LCD und hoher Auflösung fertigen. Der schon auf der CeBIT 2004 angekündigte und laut Computex-2004-Ankündigung auch für die USA und Europa geplante DVX-POD 7010 kann zudem als MPEG-4-Videorekorder, MP3-Player, Fotobetrachter oder dank integrierter 20-GByte-1,8-Zoll-Festplatte einfach als mobiler Datenspeicher genutzt werden.
/ Christian Klaß
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Laut MobileNote-Chef Yen-Tsuen Chiang haben sich portable Video-Unterhaltungsgeräte bisher noch nicht zu einem Standardprodukt entwickelt, da sie noch durch die relativ unentwickelte MPEG-4-Kompressionstechnik behindert würden. Die bisher von verschiedenen Herstellern vorgestellten Testgeräte – auch die zu Microsofts Portable-Video-Player-Plattform zählenden – mit 2,5- bis 3,5-Zoll-Bildschirmdiagonale, geringer Auflösung wie CIF (352 x 288 Bildpunkte) oder QVGA (320 x 240 Bildpunkte) hätten meist keine ausreichend gute Bildqualität und Filme würden darüber hinaus auch nicht ruckelfrei dargestellt.

Beim DVX-POD 7010 sollen sowohl die Hardware-Leistung als auch die Auflösung des 7-Zoll-Breitbild-LTPS-LCD-Panels (720 x 480 Bildpunkte) ausreichen, um darauf Videos mit voller NTSC-DVD-Auflösung von 720 x 480 Bildpunkten (16:9 anamorph) ruckelfrei wiedergeben zu können. Zudem gibt es noch analoge Audio-Ein- und Ausgänge, einen Mikrofon-Anschluss, einen TV-Ausgang (PAL/NTSC) und einen Cinch-Videoeingang, Letzteren für die Video-Aufzeichnung ins MPEG-4-SP-Format als .asf-Datei. Ein Fernsehtuner ist allerdings nicht integriert.

MobiNotes DVX-POD 7010 soll nicht nur MPEG-4-SP-Videos im ASF-Container aufnehmen (bis 352 x 288 Pixel) und wiedergeben (bis 720 x 480 Pixel) können, sondern auch per DivX-3.11- (bis 352 x 288 Pixel) und DivX-4.x/5.x-Codec (bis 720 x 480 Pixel) komprimierte AVI-Dateien sowie WMV- (bis 352 x 288 Pixel) und Quicktime-6-Dateien (bis 640 x 480 Pixel) flüssig darstellen können. Wähend der portable Videoplayer Musik im WMA-Format nur wiedergibt, kann er MP3s (128/40 Kbps) und WAVs abspielen und aufnehmen. Weiterhin können Bilder der Formate JPEG, BMP und GIF angezeigt werden.

An den Computer kann der DVX-POD 7010 zwecks Datenaustausch per USB-2.0-Schnittstelle angeschlossen werden. Ob darüber auch WLAN, Bluetooth oder Ethernet nachgerüstet werden können, wurde bisher nicht angegeben. Die Firmware bzw. das darauf befindliche Betriebssystem soll sich aktualisieren und erweitern lassen.

Mit seinem eingebauten und leider nicht austauschbaren Lithium-Polymer-Akku soll der 19,2 cm breite, 11,5 cm tiefe und 2,8 cm hohe sowie rund 600 Gramm wiegende DVX-POD 7010 bei MPEG-4-Wiedergabe über 2,5 bis 3 Stunden durchhalten. Bei MP3-Audio-Wiedergabe sollen es etwa zwölf Stunden sein. Zusätzlich liegt ein Netzadapter bei, um das Gerät auch am Stromnetz betreiben zu können. Alle Steuerelemente, darunter auch eine Art seitliches Scrollrad, hat MobiNote aus Platzspargründen am Rand des portablen Videoplayers angebracht. Die auf dem 7-Zoll-LCD dargestellte Benutzeroberfläche soll sich durch besonders einfache und mit wenig Klicks zu bedienende Steuerung auszeichnen.

Ab Mitte Juli 2004 soll der DVX-POD 7010 in Produktion gehen, die zunächst für Juni geplante Auslieferung schaffte MobiNote nicht. Bis Juni 2005 will MobiNote die Liefermenge auf monatlich 200.000 Stück steigern. Die Markteinführung in Asien, Europa und den USA soll beinahe zeitgleich im August/September 2004 beginnen – für die Markteinführung in den USA und Europa sollen bereits Gespräche mit internationalen Herstellern und Distributoren laufen. Der Preis des Geräts soll zwischen 600,- und 700,- US-Dollar liegen, wie MobiNote auf seiner Website angibt.


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