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Softwarepatente: Programmierer in Sträflingskleidung (Upd.)

Kanzler soll Kritik zu spüren bekommen. Am 6. Juli 2004 veranstalten Justizministerium und Deutsches Patentamt ein Symposium zum Thema Innovation und geistiges Eigentum im Ehrensaal des Deutschen Museums in München – die Festrede wird Bundeskanzler Gerhard Schröder halten. Zu diesem Anlass soll der Kanzler aber auch Kritik von Softwarepatent-Kritikern zu spüren kommen.
/ Jens Ihlenfeld
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Der FFII (Förderverein für eine Freie Informationelle Infrastruktur e.V.) und verschiedene andere Organisationen wie Greenpeace, der Linux-Verband, der Linuxtag e.V., die Free Software Foundation Europe und ATTAC AG Wissensallmende wollen darauf aufmerksam machen, dass die Verwendung des Patentsystems und die Ausweitung der Patentierbarkeit eben nicht zu mehr Innovation führe. Im Gegenteil würden Patente auf Software keine Förderung der Innovation bewirken sondern diese nachweislich behindern, so die Aktivisten. Zudem würden Softwarepatente zu unkalkulierbaren Risiken für den Bereich der Klein- und Mittelständischen Unternehmen (KMUs) führen.

Der FFII e.V. hat daher zusammen mit dem Patentverein und dem BVMW e.V. (ehemals DMMV) dem Bundeskanzler Gerhard Schröder im Vorfeld der Veranstaltung einen offenen Brief zukommen lassen. Darin wird der Bundeskanzler aufgefordert, auch die von Softwarepatenten negativ Betroffenen sowie die konstruktiven Kritiker des Patentwesens anzuhören.

Zum Protest sollen in München zudem Programmierer in Gefängnisanzügen auf die Gefahren von Softwarepatenten für die kleinen und mittelständischen Betriebe in Europa und darüber hinaus aufmerksam machen.


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