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Light Blue Optics über den 2D-Holo-Laser-Projektor

Projektionstechnik für Heimkino und Präsentationen auch im PDA oder Notebook. Den Traum vom kleinen, leisen, trotzdem leuchtstarken und auch in Notebooks oder gar PDAs integrierbaren Projektor wollen die britischen Forscher von der Cambridge University mittels 2D-Hologramm-Projektionstechnik in den nächsten Jahren in die Realität umsetzen. Nun gab das Uni-Spin-Off Light Blue Optics einige Details zur Funktionsweise und die mögliche Markteinführung preis – und zeigte Ideen für den Einsatz.
/ Christian Klaß
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Das Konzept eines holographischen Projektors ist nichts Neues: Hologramme sind effizient, denn sie leiten Licht an den Platz, an dem man es haben will und leiten es von den Stellen weg, wo es nicht erwünscht ist. Darüber hinaus sollen Hologramme nur wenige Komponenten erfordern und in ihrer Qualität immer besser werden, je kleiner sie gefertigt werden. Da Hologramme jedoch sehr komplex sind und bisher nicht schnell genug bei ausreichender Qualität generiert werden konnten, waren Hologrammprojektoren bisher nicht in die Realität umsetzbar. Selbst die leistungsstärksten Rechner würden Minuten für die Berechnung eines einzelnen Hologramms benötigen und die Laser für die Hologramm-Beleuchtung gerade erst breit erhältlich sein.

Der technische Durchbruch der Forscher der "Photonics and Sensors Group" des Cambridge University Engineering Department soll diese Hürden beseitigen. Die entwickelte Ein-Chip-Lösung soll Hunderte von hochqualitativen Hologrammmen pro Sekunde generieren können. Dabei wird ein für das bloße Auge wie zufällige Punkte aussehendes Hologramm-Muster auf einem kleinen "Liquid Crystal On Silicon"-Chip (LCOS) dargestellt. Das Muster wurde jedoch sorgsam vom Hologramm-Chip berechnet, so dass es durch kohärentes Laserlicht bestrahlt, durch eine als Diffraktion oder auch als Strahlenbeugung bezeichnete natürliche Interferenz umgewandelt und als großes 2D-Bild abseits des Projektors auf einer (Lein-)Wand erscheint.

Die Möglichkeiten zum Einsatz der Technik sollen vielfältig sein, sie könnte nicht nur in Unternehmen, der Luftfahrt oder für Werbung eingesetzt werden, sondern auch in der Heimunterhaltung den herkömmlichen Projektoren oder LCD- oder Plasma-Displays Konkurrenz machen. Die bisher noch für 2D-Darstellung entwickelte Technik könnte Light Blue Optics zufolge sogar für 3D-Darstellung erweitert werden, dazu gab es aber noch keine weiteren Informationen. Im Moment existiert ein im Labor stehendes Demonstrationsgerät, welches ein Komposit-Videosignal in Echtzeit in ein hochqualitatives 2D-Holographie-Video wandelt. Die Hologramm-Engine läuft auf einem handelsüblichen programmierbaren Chip, einem Field Programmable Gate Array (FPGA).

Eigenen Angaben zufolge arbeitet Light Blue Optics bereits mit mehreren noch nicht genannten strategischen Partnern zusammen, um die Technik in reale Produkte umzusetzen. Die Forscher erwarten, dass entsprechende Hologramm-Projektoren in zwei bis vier Jahren – also voraussichtlich 2006 bis 2008 – im Handel erhältlich sein könnten.


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