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EFF will Freiheit für Fernsehzuschauer

Digital Television Liberation Project soll Broadcast-Flag untergraben. In einem Jahr, am 1. Juli 2005, tritt in den USA die so genannte Broadcast-Flag-Regel der FCC in Kraft. Das Broadcast-Flag soll dann verhindern, dass Fernsehzuschauer digitale Kopien von Sendungen machen können, die sie aus dem Fernsehen aufgenommen haben. Mit dem "DTV Liberation Project" will die Electronic Frontier Foundation (EFF) diese Regelung untergraben.
/ Jens Ihlenfeld
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Ab Juli 2005 müssen alle digitalen Videorekorder, die in den USA verkauft werden, das Broadcast-Flag unterstützen, mit dem die Sender bestimmen können, ob der Zuschauer die Sendungen aufzeichnen und diese Aufzeichnung gegebenenfalls verändern und kopieren darf. Die Hersteller-Geräte müssen zudem dafür sorgen, dass die Unterstützung des Broadcast-Flag robust gegen Eingriffe durch Nutzer ist.

Im Rahmen ihres "Digital Television Liberation Project" weist die EFF nun darauf hin, dass bis zum 1. Juli 2005 noch digitale Videorekorder verkauft werden dürfen, die das Broadcast-Flag nicht unterstützen. Diese werden auch nach dem 1. Juli 2005 weiter funktionieren. Darüber hinaus will man eine Anleitung entwickeln, nach der sich auch technische Laien einen eigenen digitalen Videorekorder bauen können, der das Broadcast-Flag ignoriert. Eine erste Version eines hochauflösenden digitalen Viderokorders (HD-PVR) hat man bereits auf Basis der Software MythTV entwickelt.

Mit solchen Geräten im Markt hofft die EFF zeigen zu können, was Nutzern mit normalen "verstümmelten" Geräten entgeht. Dann, so die EFF, werden die Leute sich hoffentlich ebenso über die FCDC-Regelung aufregen wie wir heute.


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