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Spiele-Entwickler verklagt Vivendi - zu viele Überstunden!

Hat Vivendi Entwickler dazu veranlasst, Zeitpläne zu fälschen? Der Programmierer Neil Aitken hat in den USA Klage gegen seinen Arbeitgeber Vivendi Universal Games eingereicht. Grund dafür seien die laut Aitken unzumutbaren Arbeitsbedingungen - man habe nicht nur beständig unbezahlte Überarbeit leisten müssen, sondern sei auch noch zum Fälschen der eigenen Arbeitsunterlagen angehalten gewesen.
/ Thorsten Wiesner
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Wie diverse US-Medien übereinstimmend berichten, wirft Aitken VU Games unter anderem vor, dass die beim Unternehmen angestellten Programmierer zu falschen Angaben in den Arbeitsplänen getrieben wurden. Unter anderem legte man den Angestellten nahe, nur die Regelarbeitszeit einzutragen und die zahlreichen Überstunden nicht zu erwähnen. Auch die oftmals geleistete Wochenendarbeit sei nicht notiert worden. Zudem habe es für die zusätzlich geleistete Arbeit seit 2000 keine Vergütung mehr gegeben.

Aitken hat nach eigenen Angaben zwar einen Arbeitsvertrag über 40 Stunden die Woche abgeschlossen, Arbeitszeiten von 12 Stunden am Tag seien allerdings eher die Regel als die Ausnahme gewesen. Mit seiner Klage erhofft sich Aitken nun eine nachträgliche Kompensation der zusätzlich geleisteten Mehrarbeit.

Die Klage kommt zu einem Zeitpunkt, zu dem VU Games ohnehin schon massiv in Medienberichten vertreten ist - schließlich entließ man Ende Juni bereits einen Großteil der Belegschaft und schloss zahlreiche Studios wie etwa das renommierte Team von Sierra.


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