Angetestet: USB-Armbanduhr mit MP3-Player

Laks bietet die Uhren mit insgesamt vier verschiedenen Speichergrößen an, wobei Golem.de leider nur die kleinste Version mit 32 MByte vorlag, die dann auch gerade mal Platz für etwa 30 Minuten Musik im MP3-Format (bei 128 Kilobit pro Sekunde) bietet. Darüber hinaus sind aber auch Modelle mit 64, 128 oder 256 MByte verfügbar. Das Aufspielen von Musik funktioniert recht problemlos: In das Armband integriert ist ein USB-Stecker, der sich durch das Verschieben der Band-Lasche leicht an einer Seite vom Band lösen lässt; um ihn dann auch einfach an ungünstig positionierte USB-Ports anzustöpseln, liefert Laks zudem ein USB-Verlängerungskabel mit. Via USB wird übrigens auch der Akku aufgeladen, ein Standard-Ladekabel für die Steckdose liegt aber ebenfalls bei. Der Ladevorgang dauert via USB etwa 1,5 Stunden, danach ist der MP3-Player für etwa 4 bis 5 Stunden betriebsbereit.
Da die Uhren über kein digitales Display verfügen, können während des Musikhörens auch keine Informationen über Song- oder Interpreten-Titel angezeigt werden. Dafür informieren kleine Lämpchen am Ziffernblattrand darüber, welcher Abspielmodus gerade ausgewählt ist und ob der MP3-Player eingeschaltet ist oder nicht. Seitlich sind insgesamt fünf Funktionstasten angebracht, mit denen man die Lautstärke variiert, die Tastensperre aktiviert, das Abspielen pausiert oder auch Songs löscht bzw. zwischen einzelnen Titeln hin- und herspringt. Per Mode-Taste wird zudem zwischen Abspiel- und Aufnahme-Modus gewechselt.
Ebenfalls am Gehäuse befindet sich ein kleiner Kopfhörer-Eingang; allerdings verbaute Laks hier leider keinen Eingang für einen kleinen 3,5mm-Klinkenstecker, sondern einen etwas kleineren 2,5mm-Anschluss, so dass man seine bereits vorhandenen Kopfhörer leider nicht direkt am Uhren-Gehäuse nutzen kann. Allerdings wird ein Adapter-Kabel mitgeliefert, um auch 3,5mm-Kopfhörer anzuschließen, was allerdings optisch etwas unglücklich aussieht und auch nicht wirklich praktisch ist, da man so noch ein zusätzliches kleines Kabel am Handgelenk mitführt. Der mitgelieferte Ohrhörer mit einer Kabellänge von einem Meter weiß zudem nicht gerade durch Qualität zu überzeugen und wirkt - gerade auch im Vergleich zur sehr solide verarbeiteten Uhr - unpassend billig.
Grund zu leichter Kritik gibt auch das Klangbild: Die Uhr gibt Songs beständig ein wenig zu hell wieder - während höhere Töne überzeugen, ist der Bass kaum vorhanden, so dass den Songs oft einiges an Druck und Dynamik fehlt. Hört man unterwegs etwa in der Bahn, dürfte einem das auf Grund der starken Außengeräusche kaum auffallen, in ruhiger Umgebung hingegen werden Klangpuristen berechtigterweise ein wenig zu meckern haben.
Für die Versionen mit 32 bzw. 64 MByte verlangt Laks 89,- bzw. 129,- Euro; das Modell mit 128 MByte kostet 169,- Euro. Wer 256 MByte in seiner Armbanduhr haben möchte, muss 198,- Euro dafür auf den Tisch legen. Die Uhren sind online unter www.laks.com(öffnet im neuen Fenster) zu beziehen.
Fazit:
Die Verknüpfung von Armbanduhr und MP3-Player erweist sich als recht gute Idee - zumal Laks darauf geachtet hat, dass das Gehäuse nicht zu groß wird und man somit auch nicht das Gefühl hat, ein Schwergewicht am Arm zu tragen. Die Soundqualität könnte allerdings etwas besser sein, um mit hochwertigen portablen Flash-Playern von Creative, Rio und Konsorten zu konkurrieren.



