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Interview: Linux auf dem Desktop ist kein Tabu mehr

Golem.de im Gespräch mit Michael Tiemann, Red Hats Manager Open Source Affairs

Golem.de sprach mit Red Hats Manager für Open Source Affairs und Open-Source-Pionier Michael Tiemann über die Vorteile langfristiger System-Architekturen, Red Hats freie Linux-Distribution Fedora, die Zukunft von Linux auf dem Desktop, Java, GCC sowie Open Source und freie Software im Allgemeinen.

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Michael Tiemann
Michael Tiemann
Michael Tiemann zählt zu den Pionieren im Bereich der freien Software und Open Source. Zusammen mit John Gilmore und David Henkel-Wallace gründete er 1989 Cygnus Solutions, eines der ersten Unternehmen, das sich freier Software verschrieb. Er zählte über Jahre zudem zu den Entwicklern des GCC (GNU Compiler Collection). Seit 1999 gehört Cygnus Solutions zu Red Hat, wo Tiemann heute als Vice President für Open Source Affairs tätig ist.

Golem.de: Sie Sprachen in Ihrer Rede über die Bedeutung von Architekturen - also eine Entwicklung der IT-Landschaft in Unternehmen, die sich in kleinen Schritten von Update zu Update weiterentwickeln im Gegensatz zur Migration von einem veralteten System auf das nächste veraltete System. Betrachtet man aber die Produktstrategie von Red Hat, zwingt diese Anwendern umfassende Updates - beispielsweise von Red Hat 8 auf Red Hat 9 - auf.

Michael Tiemann: Das denke ich nicht, denn alle Applikationen, die auf Red Hat 8 laufen, werden auch unter Red Hat 9 sowie Red Hat Enterprise Linux laufen. Diese Kontinuität auf der Seite der Applikationen erlaubt es, die zu Grunde liegende Plattform auszuwechseln, ohne dabei auch die Applikationen wechseln zu müssen. Das ist keine Frage von alles oder nichts wie beispielsweise der Wechsel von Siebel auf Oracle oder Oracle auf SAP, wo sich alles im System ändern müsste. Auch wenn es gute Gründe für solch einen Wechsel geben mag, macht man den Umstieg von Oracle auf SAP nicht an einem Tag.

Wenn ich mein Betriebssystem aber auf den neuesten Stand bringe, kann ich das innerhalb von einer Stunde erledigen - und ich verliere weder meine E-Mails noch meine Web-Cookies noch andere Dinge. Es ist ein Unterschied, ob ich ein paar Software-Versionen verändere oder die ganze Welt.

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Es ist weniger ein Frage, welche Versionsnummer ein Red-Hat-Produkt trägt, es geht vielmehr darum, wie einfach es ist, die einzelnen Bausteine zu verändern.

Interview: Linux auf dem Desktop ist kein Tabu mehr 
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