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Interview: Linux auf dem Desktop ist kein Tabu mehr

Golem.de: Sie verfolgen mit Fedora also einen reinen Open-Source-Ansatz, aber eine Kerntechnologie, die auch Red Hat in anderen Bereichen einsetzt, ist heute nicht Open Source: Java. Wie ist ihre Einstellung bezüglich Forderungen, Java zu Open Source zu machen?

Tiemann: Ich habe auf der Eclipse-Konferenz vor rund vier Monaten einiges darüber gesagt, warum Sun bei Java schlechte Arbeit leistet und damit die Open-Source-Community entzweit. Es gibt die eine Seite, die der Meinung ist, dass Java eine akzeptable Sprache ist, um Open-Source-Applikationen oder freie Software zu schreiben und die anderen, die der Meinung sind, Java sei eine proprietäre Plattform und mache es unmöglich, freie Software zu schreiben.

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1986, als Richard Stallman begann, GNU zu schreiben, tat er dies auf Sun-Maschinen mit Sun-Compilern und das war in Ordnung, denn sein Ziel war es, einen freien Compiler und dann ein freies Betriebssystem zu schreiben. Meiner Meinung nach ist es absolut in Ordnung, proprietäre Software zu nutzen, um freie Software zu schreiben.

Würde Red Hat Java ohne Aussicht auf eine wirklich freie Java-Plattform unterstützen, dann würde ich den Kritikern Recht geben. Da wir uns aber verpflichtet haben, an einer wirklich freien Open-Source-Java-Plattform zu arbeiten, ist es in Ordnung, dass wir den Teil der Community mit einbeziehen, der freie Software in Java schreiben will.

Golem.de: Sie sagen also, Sun macht einen schlechten Job bei der Weiterentwicklung von Java, und würden eine Open-Source-Version bevorzugen?

Tiemann: Wenn man liest, was Eric Raymond geschrieben hat und was IBM geschrieben hat, dann rufen Sie Sun öffentlich dazu auf, die "Mauer einzureißen". Sun hat sich immer dagegen gewehrt dies zu tun, sich aber widersprüchlich dazu geäußert. Am besten finde ich dabei die Aussage, Red Hat habe Linux proprietär gemacht, während Sun Java als Open Source erhalten habe.

Golem.de: Was denken Sie über GCC heute, wenn man sich ansieht, dass proprietäre Compiler wie die von Intel laut Benchmarks eine deutlich höhere Leistung von teilweise 8 bis 10 Prozent versprechen?

Tiemann: Zwei Dinge: Zum Ersten hat vor kurzem Diego Novello, ein GCC-Entwickler, der bei Red Hat angestellt ist, angekündigt, dass Tree-SSA in den offiziellen Entwicklungsbaum von GCC 3.5 aufgenommen wurde. Dieses Projekt wurde über einige Jahre entwickelt, ungefähr seit ich aufgehört habe, Code für GCC zu schreiben. Dies ist die Schlüsseltechnologie für GCC, um in Bezug auf Vektorisierung und Software-Pipelining und andere exotische Funktionen Fortschritte zu machen, die notwendig sind, um Leistungssteigerungen auf Prozessorarchitekturen wie IA-64 zu erlangen. Damit wird ein großer Entwicklungszweig nun sichtbar. Und ich denke, dass Open-Source-Modell wird dafür sorgen, dass GCC hier in Zukunft weitere Fortschritte macht.

Zum Zweiten kenne ich auch diese Benchmarks, aber auch Kunden, die festgestellt haben, dass ihre eigenen Applikationen durch proprietäre Compiler schneller werden. Wir haben aber mit einigen Nutzern von Supercomputern und großen Clustern zu tun, und die haben mir gegenüber gesagt, dase es unmöglich ist, dauerhaft 8 bis 10 Prozent mehr Leistung mit proprietären Compilern zu erreichen.

Es bedarf einigen manuellen Tunings, um solche Zahlen zu erreichen und natürlich werden diese Compiler auch auf die Benchmarks hin optimiert.

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reinhold der... 19. Nov 2010

Hallo Udo -Fans und Udo! Deine CD Starke Gefühle ist affengeil,einsame Spitze und das...

Malusi 22. Jun 2008

hallo zusammen suche für einen Bekannten das Lied Mein Körper Du und Ich oder so ähnlich...

jaqueline 19. Jan 2008

Hallo und guten Tag. Wir brauchen dringend Hilfe. Sind eine Familie aus dem Land...

!grinsi 01. Sep 2005

Bald gibts seinen Schrumpfkopf. Der öde Opa ist ja schon ganz mumifiziert *g*

Fabiani 01. Sep 2005

Das Musikhaus Fabiani Guitars & Drums versteigert eine der Firma Knauer gesponserte...



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