Interview: Linux auf dem Desktop ist kein Tabu mehr

Golem.de: Kernel-Entwickler Ingo Molnar von Red Hat hat kürzlich einen Patch für Linux 2.6 veröffentlicht, mit dem Linux Unterstützung für das No-Execute-Flag von AMDs 64-Bit-Prozessoren erhält. Was erwarten Sie von dieser Funktion?

Stellenmarkt
  1. Informatiker/in (m/w/d) (FH-Diplom / Bachelor / Fachinformatiker/in [m/w/d])
    Zentrum Bayern Familie und Soziales, Bayreuth, München
  2. Sachbearbeiter (w/m/d) IT-Betreuung und Teamassistenz Schulen
    KommunalBIT AöR, Fürth
Detailsuche

Tiemann: Es gibt theoretische Exploits gegen Linux, und das sind in erster Linie Buffer-Overflow-Angriffe. Mit der Unterstützung des No-Execute-Bit können wir nun die Gefahr, dass Cracker diese Buffer-Overflows ausnutzen können, dramatisch reduzieren. Aber Sicherheit ist ein komplexes Gebilde, es gibt also keinen einzelnen Punkt, an dem man ansetzen kann. Wenn man aber verschiedene Sicherheitsschichten einzieht, die sich überlappen, erhält man früher oder später ein System, das sehr robust gegenüber verschiedenen Arten von Exploits ist.

Golem.de: AMD vermarktet No-Execute als Virenschutz für Windows-Systeme. Würden Sie sagen, das geht zu weit?

Tiemann: Von Zeit zu Zeit muss ich mich für Red Hats Marketing entschuldigen, aber ich werde mich zu keiner Zeit für das Marketing eines anderen Unternehmens entschuldigen. (lacht)

Golem.de: Ich habe kürzlich ein Interview mit Red-Hat-CEO Suzlik gelesen, in dem er sagt, man habe Fedora in die Public Domain gegeben. Nun kann ich mir das eigentlich nicht wirklich vorstellen, denke aber, gerade er sollte den Unterschied zwischen Public Domain und GPL-Software kennen?

Tiemann: Stimmt, er sollte den Unterschied kennen. Wir haben Fedora zu 100 Prozent zu einem Open-Source-Release gemacht. Ich sage bewusst nicht Produkt und auch nicht Lösung. Es gab einige Kritik von Leuten, die sagten, Fedora sei komplizierter zu nutzen, da sie einige Teile wie den proprietären Adobe Acrobat Reader selbst herunterladen müssen. Aber es war eine ganz bewusste Entscheidung, nur Open-Source-Software in Fedora zu integrieren, denn wir wollten sehen, wie weit wir noch vom Ziel einer reinen Open-Source-Distribution entfernt sind, wie es also in einer reinen Open-Source-Umgebung aussieht. Aber ich denke nicht, es ist richtig, das als Public Domain zu bezeichnen - es ist für jeden zugänglich, es ist 100 Prozent Open Source.

Golem.de: Sie sprechen dabei von Open Source, nicht von freier Software. Hat das einen Grund?

Tiemann: Code unter der GPL ist freie Software, aber es gibt einige Teile, die unter Open-Source-Lizenzen stehen, die keine freien Software-Lizenzen sind. Als ich die Distribution vor rund einem Jahr das letzte Mal dahingehend überprüft habe, waren 74 Prozent aller Programme freie Software unter der GPL.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 Interview: Linux auf dem Desktop ist kein Tabu mehrInterview: Linux auf dem Desktop ist kein Tabu mehr 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5. 4
  6. 5
  7. 6
  8.  


reinhold der... 19. Nov 2010

Hallo Udo -Fans und Udo! Deine CD Starke Gefühle ist affengeil,einsame Spitze und das...

Malusi 22. Jun 2008

hallo zusammen suche für einen Bekannten das Lied Mein Körper Du und Ich oder so ähnlich...

jaqueline 19. Jan 2008

Hallo und guten Tag. Wir brauchen dringend Hilfe. Sind eine Familie aus dem Land...

!grinsi 01. Sep 2005

Bald gibts seinen Schrumpfkopf. Der öde Opa ist ja schon ganz mumifiziert *g*

Fabiani 01. Sep 2005

Das Musikhaus Fabiani Guitars & Drums versteigert eine der Firma Knauer gesponserte...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Waffensystem Spur
Menschen töten, so einfach wie Atmen

Soldaten müssen bald nicht mehr um ihr Leben fürchten. Wozu auch, wenn sie aus sicherer Entfernung Roboter in den Krieg schicken können.
Ein IMHO von Oliver Nickel

Waffensystem Spur: Menschen töten, so einfach wie Atmen
Artikel
  1. Wochenrückblick: Moderne Lösungen
    Wochenrückblick
    Moderne Lösungen

    Golem.de-Wochenrückblick Eine Anzeige gegen einen Programmierer und eine neue Switch: die Woche im Video.

  2. Pornoplattform: Journalisten wollen Xhamster-Eigentümer gefunden haben
    Pornoplattform
    Journalisten wollen Xhamster-Eigentümer gefunden haben

    Xhamster ist und bleibt Heimat für zahlreiche rechtswidrige Inhalte. Doch ohne zu wissen, wer profitiert, wusste man bisher auch nicht, wer verantwortlich ist.

  3. OpenBSD, TSMC, Deathloop: Halbleiterwerk für Automotive-Chips in Japan bestätigt
    OpenBSD, TSMC, Deathloop
    Halbleiterwerk für Automotive-Chips in Japan bestätigt

    Sonst noch was? Was am 15. Oktober 2021 neben den großen Meldungen sonst noch passiert ist, in aller Kürze.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Cyber Week: Bis zu 40€ Rabatt auf Samsung-SSDs • ADATA XPG Spectrix D55 16-GB-Kit 3200 56,61€ • Crucial P5 Plus 1 TB 129,99€ • Kingston NV1 500 GB 35,99€ • Creative Sound BlasterX G5 89,99€ • Alternate (u. a. AKRacing Core SX 248,99€) • Gamesplanet Anniv. Sale Classic & Retro [Werbung]
    •  /