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Interview: Linux auf dem Desktop ist kein Tabu mehr

Golem.de: War also die Idee einer einheitlichen, auf Linux basierenden Plattform einer der Hauptgründe für Red Hat, um die Entwicklung von eCos einzustellen und es in die Hände der FSF zu übergeben?

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Tiemann: Also die Idee einer einheitlichen Architektur begründet sich vor allem in der Tatsache, dass dieser Ansatz einen ungemeinen Vorteil bietet. Zudem muss man die Frage stellen, was für Red Hat als Unternehmen kommerziell sinnvoll ist. Aber anders als bei einer proprietären Firma, wo die Einstellung der Produktentwicklung auch das Ende des Produktes bedeutet, kann eCos weiterleben und tut dies auch.

Ich war im letzten Jahr in Südkorea und hielt dort eine Rede. Anschließend kamen viele Leute auf mich zu und jeder Zweite wollte mit mir über eCos sprechen und das, obwohl Red Hat das Projekt eingestellt hatte. In Korea und auch in Japan lebt eCos weiter, die Leute erweitern es und integrieren es in neue Produkte.

ECos passte technisch einfach nicht in Red Hats Unternehmensfokus und daher waren wir der Ansicht, es wäre besser, eCos der Community zu übergeben und dieser damit die Möglichkeit zu geben, das Beste aus eCos zu machen, als dass eCos unsere Geschäftsergebnisse belastet.

Golem.de: Sie glauben also an eine einheitliche, Linux-basierte Plattform, von Embedded-Geräten und PDAs über PCs und Notebooks bis hin zu High-End-Servern?

Tiemann: Also ich würde nicht sagen, dass es unbedingt auf Linux basieren muss, aber unser Konzept einer Open-Source-Architektur basiert heute weitgehend auf Linux. Wir setzen vor allem auf offene Standards, um mit minimalen Anforderungen die größtmögliche Vielfalt an Applikationen und Wahlmöglichkeiten zu unterstützen.

Viele CIOs stellen ihren Leuten die gleiche Frage - "Was muss gleich sein, damit alles andere unterschiedlich sein kann?" - und das beschreibt die Idee einer Open-Source-Architektur recht gut. In dem Maße, wie es uns gelingt, eine kleine Menge an Standards zu finden, die jeder in den verschiedensten Bereichen und in den verschiedensten Implementierungen nutzt, wird auch die Open-Source-Architektur ein Erfolg werden.

Wenn aber jemand sagt, sein Produkt läuft nur auf Red Hat Enterprise Linux 3, dann ist das zum einen keine Architektur und zum anderen wird das ein großes Problem, wenn der Support für Red Hat Enterprise Linux 3 in fünf Jahren eingestellt wird.

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Hallo und guten Tag. Wir brauchen dringend Hilfe. Sind eine Familie aus dem Land...

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Bald gibts seinen Schrumpfkopf. Der öde Opa ist ja schon ganz mumifiziert *g*

Fabiani 01. Sep 2005

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