Verschlüsselter Rat für Hilfesuchende
Um allerdings wirklich anonym zu bleiben, ist es nicht mit einer SSL-verschlüsselten Chat-Website oder dem bereits seit September 2002 gebotenen, ebenfalls SSL-geschützten Mail-System getan, hier sollte wohl noch ein Anonymizer wie etwa der anonyme Proxy JAP genutzt und hinterher der Browser-Cache bzw. die History gelöscht werden. JAP wird vom Unabhängigen Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein und der Technischen Universität Dresden im Rahmen des AN.ON-Projektes zum anonymen Surfen im Internet betrieben.
Im Prinzip geht es aber nicht darum, ob das Sicherheitskonzept der Telefonseelsorge(öffnet im neuen Fenster) nun nie Dagewesenes beinhaltet, sondern schlicht darum, dass man versucht, Hilfesuchenden die Angst zu nehmen. Die Telefonseelsorge bietet ihnen nicht nur kostenlos per Telefon (ohne Listung auf der Telefonrechnung), sondern auch über das Internet per Mail und Chat die Möglichkeit, über Partnerschaft oder das Leben als Single, über Erziehung, Sexualität, Essstörungen oder Schlaflosigkeit zu reden. Auch die Themenkreise selbstverletzendes Verhalten, Sucht, Depression, Angst, Gewalt, Tod und Suizid sollen den ausgebildeten und ehrenamtlich tätigen Beratern vertraut sein.
Unter der Internetadresse www.telefonseelsorge.de(öffnet im neuen Fenster) können die Ratsuchenden nun zwischen einer Mail- oder einer Chatberatung auswählen. Eine einfach gehaltene Menüführung erlaubt einen schnellen Zugang mit einem selbstgewählten Passwort und Benutzername. Der SSL-verschlüsselte Chat soll ab 1. Juli 2004 starten.