Spieletest: Shrek 2 - Grüner Oger im Minispiel-Wahn
Simple Action für nahezu alle Systeme erhältlich. Schon bevor Shrek 2 ab dem 1. Juli 2004 an den Kinokassen erneut für Einspielrekorde sorgt, hat Activision das Spiel zum Film auf den Markt gebracht. Unter erfahrenen Spielern dürfte diese Meldung kaum für Begeisterung sorgen – schließlich war das erste Shrek-Spiel inhaltlich eine mittelschwere Katastrophe. Der zweite Teil ist allerdings wirklich einen Blick wert und überzeugt vor allem durch ein sehr abwechslungsreiches Gameplay.
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Wie im Film geht es auch im Spiel darum, dass der grüne Oger Shrek seine geliebte Fiona ehelicht – und seine Schwiegereltern darüber nicht gerade begeistert sind. Also macht man sich auf ins weit, weit entfernte Märchenland, um allen Widrigkeiten zum Trotz dennoch das traute Eheglück ausleben zu können. Bei der Reise ist man natürlich nicht bloß zu zweit: Neben Shrek und Fiona schließen sich auch der vorlaute Esel und diverse Märchenfiguren wie der gestiefelte Kater oder der böse Wolf dem bunt gemischten Trupp an.
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Gesteuert wird jeweils eine Gruppe von vier Charakteren, wobei die Zusammenstellung im Spielverlauf beständig variiert. Allerdings kontrolliert der Spieler immer nur einen von den vier Helden; per Druck auf die Schultertaste ist ein Wechsel allerdings jederzeit problemlos möglich. Das Gamedesign tut einiges dafür, dass man auch wirkliche alle Charaktere so gut wie möglich nutzt – schließlich verfügt jeder über ganz besondere Fähigkeiten. Shrek selber etwa lässt gerne Kontrahenten durch die Lüfte fliegen, der Esel hingegen öffnet geschlossene Türen mit einem beherzten Tritt und Fiona greift in die Geschwindigkeit der Zeit ein.
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Darüber hinaus warten unterwegs in den elf Leveln auch beständig neue Mini-Spiele, die jeweils einer aus der Gruppe bestehen muss. Meist handelt es sich dabei um recht witzige, allerdings auch sehr einfache Geschicklichkeitseinlagen. Zwischen den Puzzle-Schauplätzen hingegen ist Beat'em-Up-Action angesagt – und die kann leider wenig begeistern, da die spielerischen Möglichkeiten stark eingeschränkt sind und einem träge Reaktionen, eine ungenaue Steuerung sowie eine beständig falsch positionierte Kamera schnell die Laune verderben.
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Optisch unterscheiden sich die Versionen für PlayStation 2, Xbox und GameCube kaum, was allerdings nicht wirklich schlimm ist – die Filmvorlage wird im Spiel recht gut in Szene gesetzt, so dass das Programm zwar nicht gerade mit vielen Details auftrumpft, aber doch mit einer insgesamt sehr stimmigen Grafik aufwartet. Auch für die richtige Akustik wurde gesorgt: Im Spiel wie im Film sprechen Sascha Hehn, Esther Schweins und Randolf Kronberg die Hauptrollen.
Neben den Versionen für GameCube, PS2 und Xbox sind im Handel auch Umsetzungen für den GBA und den PC erhältlich. Die beiden Letzteren verfügen allerdings nicht über den – allerdings auch recht unspektakulären – Mehrspieler-Modus für vier Personen, der bei den Heimkonsolen-Versionen geboten wird.
Fazit: Kein Meisterstück, aber auch kein Lizenzmüll – Activision und die Entwickler von Luxoflux zeigen, dass sich auch mit einem grünen Oger ein durchaus vernünftiges Videospiel basteln lässt. Allerdings dürfte Shrek 2 wohl vor allem für sehr junge oder nur gelegentlich spielende Personen interessant sein – vor allem der niedrige Schwierigkeitsgrad und die auf Dauer dann doch zu wenig Abwechslung bietenden Level dürften erfahrene Zocker wenig begeistern.