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Fujitsu druckt unsichtbare Telefonnummern und URLs

Handys und PDAs sollen unsichtbare, gedruckte Daten erfassen können. Fujitsu hat Technik entwickelt, mit der sich Daten für den Menschen unsichtbar in gedruckte Bilder integrieren und später mit einem PDA oder Mobiltelefon wieder auslesen lassen. Damit soll es beispielsweise möglich sein, direkten Zugang zu Zusatzinformationen zu gedruckten Bildern per Internet zu erhalten.
/ Jens Ihlenfeld
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Die Technik soll es erlauben, bis zu zwölf Ziffern auf einem Quadratzentimeter unterzubringen, ohne die Bildqualität zu verschlechtern. Damit soll beispielsweise der Zugriff auf URLs oder Telefonnummern möglich sein, ohne dass diese abgetippt werden müssen.

Dabei setzt man auf eine Art Steganographie, bei der Daten in farbige Bilder eingebettet werden. Mobiltelefone oder PDAs, die mit einer Digitalkamera ausgestattet sind, können diese Daten in kurzer Zeit auswerten und die entsprechende URL auf- oder die jeweilige Telefonnummer anrufen. Für das menschliche Auge sollen die dazu verwendeten Farb-Nuancen nicht zu erfassen sein.

Laut Fujitsu braucht der Fujitsu Pocket LOOX (FLX3A) rund 0,4 Sekunden, um ein entsprechendes Bild zu analysieren und die Daten zu extrahieren. Entsprechende Geräte können so in kurzer Zeit beispielsweise auch Zusatzinformationen zu Werbe-Anzeigen zur Verfügung stellen oder Zugriff auf einen Klingelton passend zur jeweiligen CD anbieten.

Fujitsu will die Technik weiterentwickeln, um die für den Nutzer notwendigen Schritte zu reduzieren und die Adoption der Technik so zu beschleunigen. Zudem sucht man den Schulterschluss mit Mobilfunkbetreibern, Druckmaschinen-Herstellern und Inhalte-Anbietern, um die Technik einzuführen. Auch sollen Konsumenten entsprechende Informationen in eigene Bilder integrieren und auf dem heimischen Drucker ausgeben können.


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