Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Spieletest: SingStar - Karaoke-Spaß für PlayStation 2

Paket mit zwei Mikrofonen und 30 Songs. Nachdem man sich nun monatelang die miserablen Bewerber in den unzähligen Casting-Shows und ihre größtenteils fürchterlichen Sangeskünste anhören musste, wird es nun wohl Zeit, dass wirklich jeder selbst beweist, was in ihm steckt. Da kommt SingStar gerade recht - alles was man braucht, ist eine PlayStation 2 und das aus zwei Mikrofonen und CD bestehende SingStar-Paket, und schon kann die eigene Karriere als Sänger beginnen.
/ Thorsten Wiesner
38 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)

Prinzipiell erinnert SingStar an das, was man so aus den Karaoke-Bars kennt: Man wählt aus einer Liste von 30 bekannten Songs seinen Favoriten aus, greift zum Mikro und bekommt am unteren Bildschirmrand den Text angezeigt, den man nun möglichst originalgetreu wiedergeben soll. Aber SingStar gibt nicht nur den eigenen Gesang über die Lautsprecher des Fernsehers aus und sorgt so für viel Spaß bei den eventuell anwesenden Freunden. Auch die Sangeskünste des Spielers werden immer direkt ausgewertet - wer die richtigen Töne trifft und lange genug hält, bekommt beständig ein Lob, wer immer zum falschen Zeitpunkt anfängt zu singen und ein paar Oktaven daneben landet, wird hingegen mit einem eingeblendeten "Schrecklich" abgefertigt.

Witzig: Traut man sich nicht, gleich alleine zum Mikro zu greifen, dürfen auch zwei Personen gegen- oder miteinander singen. Dank der abwechslungsreichen Musikauswahl müsste für beinahe jeden Geschmack etwas dabei sein - neben Chart-Banalitäten wie den No Angels oder Bro'sis findet man auch Falco, Die Toten Hosen, Pink, Roy Orbison, Rick Astley oder sogar Motorhead auf der CD.

Richtig unterhaltsam wird es, wenn man auch über die EyeToy-Kamera verfügt - dann kann man sich nicht nur selbst im TV beim Singen zuschauen, sondern den eigenen "Auftritt" auch noch auf der Memory Card abspeichern und die schönsten (oder schlimmsten) Momente für die Nachwelt aufbewahren.

Ohne EyeToy hingegen ist die Präsentation recht mau: Zwar bekommt man die Original-Musik-Videos zu den jeweiligen Songs zu sehen, ansonsten wird aber nicht viel mehr als ein paar kaum beeindruckende Standbilder geboten. Umso seltsamer, dass die Ladezeiten dennoch beachtlich sind und zum Teil die eigenen Nerven schon ganz schön strapazieren.

Wirklich Spaß macht SingStar allerdings auch wirklich nur dann, wenn man sich mit Freunden vor der PlayStation 2 versammelt. Zwar hat Sony auch an Einzelspieler gedacht und eine kleine Kampagne integriert - hier startet man als Nobody und muss sich dann durch gute Leistungen beweisen, was zu immer neuen Aufträgen führt und einem schließlich den Superstar-Status verleiht. Allerdings macht sich hier das begrenzte Songangebot schnell negativ bemerkbar - auch die ambitionierteste Popstar-Anwärterin wird wohl kaum noch wirkliche Lust verspüren, ein weiteres Mal Take On Me zu trällern.

SingStar ist bereits im Handel erhältlich und kostet 60,- Euro. Im späteren Verlauf des Jahres soll es bereits die ersten Erweiterungen geben, unter anderem neue Song-Pakete.

Fazit:
An SingStar gäbe es schon noch einiges zu verbessern - die Grafik enttäuscht größtenteils und die Songauswahl hätte ruhig etwas größer sein dürfen. Wie auch schon EyeToy Play ist SingStar aber auch kein Titel, den man stundenlang alleine spielt, sondern vielmehr ein Party-Spaß, den man immer mal wieder hervorkramt - und der dann auch beste Unterhaltung zu einem sehr fairen Preis bietet.


Relevante Themen