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VATM kritisiert Genehmigung des 12-Cent-Tarifes scharf

Regulierer entziehe Call-by-Call und Preselection die wirtschaftliche Grundlage. Mit scharfer Kritik reagiert der Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM) auf die Entscheidung der Regulierungsbehörde , den Antrag der Deutschen Telekom zum 12-Cent-Optionstarif "enjoy" zu genehmigen. Der neue Tarif könne Angeboten der Wettbewerber im Bereich Call-by-Call und Preselection die wirtschaftliche Grundlage entziehen, warnt der Verband.
/ Jens Ihlenfeld
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Für Unternehmen, die im Rahmen dieser Angebote keine Rechnung stellen und keine Grundgebühr erheben, ist der neue enjoy-Tarif nach wie vor nicht nachbildbar, kritisiert der VATM die Entscheidung der Regulierungsbehörde. Diese hatte zunächst den von der Telekom beantragten 10-Cent-Tarif aus diesen Gründen abgelehnt, den leicht modifizierten Antrag für den neuen 12-Cent-Tarif aber genehmigt. Für eine zusätzliche Gebühr von 4,68 Euro im Monat sollen Telekom-Kunden Orts- und Ferngespräche für 12 Cent pro Stunde führen können.

"Es ist völlig unverständlich, warum der Regulierer nun plötzlich eine Nachbildbarkeit annimmt" , kritisiert Jürgen Grützner, Geschäftsführer des VATM. "Nach wie vor drohen erhebliche Wettbewerbsverzerrungen auch bei Komplettangeboten der City- und Regio-Carrier im Ortsnetz. Der Regulierer ist in letzter Sekunde eingeknickt und hat es nicht geschafft, ein deutliches Signal gegen ein weiteres Ausufern von Bündeltarifen der Deutschen Telekom zu setzen." Eine reine Kostenprüfung, wie sie die Regulierungsbehörde vorgenommen habe, greife bei der wettbewerbsrechtlichen Beurteilung von Bündeltarifen zu kurz. Der Regulierer hätte vielmehr die wettbewerbsschädlichen Sogwirkungen der verschiedenen Optionsangebote der Telekom in ihrer Gesamtheit berücksichtigen müssen.


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