Premiere verkauft Techniktochter DPC
Die DPC soll TV- und Radio-Veranstaltern Verbreitung und Verschlüsselung aus einer Hand anbieten. Die ehemalige Premiere-Tochter DPC hat bereits zuvor andere TV- und Radiosender auf den Satelliten gebracht, bringt also in dem Bereich bereits Erfahrung mit sich.
Der Rückzug aus dem Technikgeschäft von Premiere soll damit abgeschlossen sein - auch wenn das Unternehmen "nur" 75,2 Prozent des DPC Digital Playout Center GmbH (DPC) an SES Astra verkauft hat. Premiere hat jedoch mit der DPC einen langfristigen Servicevertrag abgeschlossen.
Der Verkauf der DPC an SES ASTRA wird nach der Genehmigung der zuständigen Behörden, mit der im Laufe des Jahres gerechnet wird, wirksam. Das Bezahlfernseh-Unternehmen konzentriert sich künftig auf Programm und Marketing. SES ASTRA wird die DPC als unabhängiges Dienstleistungsunternehmen für das digitale Satellitenfernsehen positionieren und - wie Premiere und Kabel Deutschland - auf das Verschlüsselungssystem Nagravision der Schweizer Kudelski Group setzen.
Premiere-Geschäftsführer Dr. Georg Kofler dazu: "Das alte Premiere hat den Fehler begangen, im Technik-Bereich alles selbst machen zu wollen. Das neue Premiere setzt auf die Innovationskraft des Wettbewerbes: Wir haben den Markt für digitale TV-Receiver geöffnet und ein neues Verschlüsselungssystem eingeführt, dessen Anbieter sich im Wettbewerb gegen seine wichtigsten Konkurrenten durchgesetzt hat. Jetzt übergeben wir mit der DPC den letzten großen Technikbereich an einen spezialisierten Anbieter. Damit ist die Organisation von Premiere so ausgerichtet, dass wir uns künftig auf kreatives Programm-Gestalten und phantasievolles Marketing konzentrieren können. Wir sind zuversichtlich, dass ein weltweit agierendes Unternehmen wie SES ASTRA die Entwicklung moderner Digital-Technologie schneller vorantreiben kann als Premiere selbst. Premiere wird damit direkt von der Innovationskraft von SES ASTRA profitieren."