WindowsCE 5.0 bringt erweiterte Öffnung des Quellcodes
Somit können Lizenznehmer unter anderem neue Funktionen in WindowsCE implementieren und mit ihren Produkten ausliefern, wobei die Modifikationen auch in kommerziellen Produkten Einzug halten dürfen. Damit will Microsoft den Markt für Geräte mit dem Embedded-Betriebssystem ankurbeln. Im Zuge der Shared-Source-Initiative legt Microsoft mehr als 2,5 Millionen Zeilen des Quellcodes offen.
WindowsCE 5.0 – bisheriger Codename Macallan – soll zudem die Geschwindigkeit in den Netzwerkfunktionen dramatisch verbessern. Zudem liegen dem Betriebssystem mehr als 60 neue Treiber bei, womit Prozessoren der Typen ARM, MIPS, SH und x86 unterstützt werden. WindowsCE 5.0 unterstützt die auf DirectX 8.0 beruhende Programmierschnittstelle Direct3D Mobile, so dass sich etwa PC-Spiele leichter für entsprechende Geräte umsetzen lassen sollen. Damit nutzt man etwa die 3D-Optionen der Mobil-Grafikchips Imageon von ATI oder Goforce von Nvidia. Microsoft verspricht damit ähnliche Multimedia-Fähigkeiten wie man es aus dem Desktop-Bereich kennt.
Mit der Funktion "Windows Error Reporting" sollen Hersteller ihre Geräte verbessern und aktualisieren können, auch wenn diese bereits in Produktivumgebungen eingebunden sind. Zudem ermöglicht die neue Version einen bequemeren Wechsel zwischen der grafischen Bedienoberfläche sowie der Kommandozeilen-Umgebung, was wiederum die Entwicklungszeit verkürzen soll. Mit einem erweiterten WindowsCE-Test-Kit will Microsoft das Durchtesten von Geräten vereinfachen, indem darüber die Zuverlässigkeit und Stabilität geprüft werden soll.
Microsoft will WindowsCE 5.0 ab dem 9. Juli 2004 ausliefern, so dass Lizenznehmer dann beginnen können, entsprechende Geräte zu entwickeln.