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Deutschland fördert denkende Suchmaschinen

"Semantisches Web" wird mit 13,7 Millionen Euro gefördert. Um Recherchen im immer umfangreicheren Internet in Zukunft wesentlich einfacher und effektiver zu gestalten, sollen Suchmaschinen künftig auch komplexere, da als normale Fragesätze formulierte Suchanfragen beantworten können. Das so genannte "semantische Web" will das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in den nächsten drei Jahren mit 13,7 Millionen Euro fördern.
/ Christian Klaß
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Die in Entwicklung befindliche Software des Verbundprojekts SmartWeb soll dazu den Inhalt der eingegebenen Sätze verstehen. Auf die Frage "Wie hoch ist der japanische Berg Mount Fuji?" sollen Internetbenutzer dann nicht mehr wie bisher eine Auflistung aller Seiten bekommen, in denen das Wort "Fuji" vorkommt, sondern die Antwort: "3.776 Meter".

Das semantische Web macht die Kombination aus verschiedenen Forschungsdisziplinen wie Kommunikationstechnologie, Sprach- bzw. Wissensverarbeitung und intelligente Benutzerschnittstellen nötig. Unter der Leitung des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) arbeiten im Rahmen des SmartWeb-Projekts 14 Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft zusammen und sollen nun durch BMBF-Gelder unterstützt werden.

Eine erste Anwendung der neuen Technologie soll für die Fußballweltmeisterschaft 2006 geplant sein: Dann könne SmartWeb Service-Informationen zu einzelnen Spielen liefern und auch Reiseanfragen beantworten, zeigt sich das BMBF zuversichtlich.


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