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Spieletest: Trackmania - Rennstrecken-Baukasten für PC

Ungewöhnliches Spielkonzept – Strecken zum Selberbasteln. Rennspiele gibt es zwar mehr als genug, mit wirklichen spielerischen Innovationen können aber nur die wenigsten Titel aufwarten. Das französische Entwicklerteam von Nadeo hat es mit Trackmania allerdings geschafft, viel Abwechslung in den Raser-Alltag zu bringen: Anstatt einfach auf vorgefertigten Kursen seine Runden zu drehen, kann hier selbst Hand an die Strecken angelegt werden.
/ Thorsten Wiesner
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Wichtigster Bestandteil von Trackmania ist somit auch der Editor, der den Entwicklern wirklich sehr gut gelungen ist – trotz zahlreicher Möglichkeiten, aus insgesamt 150 verschiedenen Bauteilen einen Kurs zusammenzuzimmern, lässt er sich recht simpel bedienen. Mit ein paar Klicks steht die Strecke und man kann die neuen Kurven, Loopings und auch Sprungschanzen sofort in der Praxis ausprobieren. Eine besondere Herausforderung ist zudem der Puzzle-Modus, in dem es darum geht, mit ein paar vorgegebenen Streckenelementen so schnell wie möglich den kürzesten Weg ausfindig zu machen.

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Wer erst mal nur fahren möchte, kann den Editor zunächst aber auch links liegen lassen und sich auf eine der bereits enthaltenen Strecken begeben. In drei verschiedenen Modi tritt man gegen die KI-Konkurrenten an, wahlweise sind per LAN oder Internet aber natürlich auch Multiplayer-Wettbewerbe möglich.

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So umfangreich die Optionen zur Streckenbearbeitung sind, so eingeschränkt ist der Fuhrpark – es stehen gerade mal drei unterschiedliche Fahrzeuge (Sportwagen, Limousine, Geländewagen) zur Verfügung, die sich zudem auch noch mehr oder weniger identisch fahren. Überhaupt sollte man sämtliche Ansprüche an realistisches Fahrverhalten über Bord werfen, wenn man mit Trackmania seinen Spaß haben will – das Gameplay ist ganz klar auf Arcade fokussiert und erinnert somit mehr an Spiele wie Re-Volt, in denen man ferngesteuerte Spielzeugautos über diverse Kurse jagte. Zumindest darf man eigene Texturen einbringen, um den Autos immerhin äußerlich eine persönliche Note zu verleihen.

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Auch der Arcade-Fokus kann allerdings nicht als Ausrede für die doch arg schwache Optik herhalten – hier müssen sich die Entwickler den Vorwurf gefallen lassen, recht lieblos vorgegangen zu sein. Vor allem die Hintergründe enttäuschen, aber auch Strecken und Autos sind kaum der Rede wert – "unnötige Details", die für Leben auf und neben der Strecke sorgen könnten, hat man sich gleich komplett gespart. Auch die Sounduntermalung dümpelt eher unauffällig vor sich hin.

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Die magere Optik hat allerdings auch einen Vorteil: Selbst Besitzer eines mittlerweile leicht antiquierten PCs können hier noch mit Vollgas über die Kurse brettern. Ein schneller Pentium II mit 64 MByte RAM reicht prinzipiell aus, um Trackmania spielen zu können. Im Handel ist der exklusiv für PC verfügbare Titel bereits erhältlich, der Preis liegt bei knapp 40,- Euro.

Fazit:
Trackmania sieht nicht besonders gut aus, hat nur einen Winz-Fuhrpark zu bieten – und kann trotzdem süchtig machen. Der Grund dafür ist der genial einfache und dennoch vielseitige Editor, der schnell Hochgefühle aus der Kindheit wieder aufkommen lässt, die beim Zusammenbau der ersten eigenen Carrera-Bahn aufkamen – hier darf jeder selbst bestimmen, auf was für einer Strecke er seine Runden dreht. Auch der witzige Puzzle-Modus bringt Abwechslung in den Rennalltag und macht dieses Programm zu einer gelungenen Alternative für all die, denen Spielspaß wichtiger ist als eine realistische Fahrphysik und detailgetreue Boliden.


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