Wachstum der Internet-Nutzung verlangsamt sich
Offline sind 41 Prozent der Deutschen, die mehrheitlich weiblichen Geschlechts sind, formal eine geringe Bildung und ein niedriges Einkommen haben. Die Hälfte der Offliner ist älter als 63 Jahre. Das sind die zentralen Ergebnisse des (N)ONLINER Atlas 2004, den TNS Emnid und die Initiative D21 in Berlin vorgestellt haben. Der (N)ONLINER Atlas 2004 beleuchtet bereits im vierten Jahr die Welt der Onliner, Nutzungsplaner und Offliner und macht die Unterschiede der Internet-Nutzung in Deutschland sichtbar.
Im Mittelpunkt der mit 30.000 Interviews deutschlandweit nach Veranstalterangaben größten Studie stehen 2004 nicht nur die Zahlen der Internet-Nutzung nach Bundesland, Regierungsbezirk, Alter, Geschlecht, Einkommen, Bildungsstand und Beschäftigung, sondern vor allem die Nutzung des Internets durch die Generation der über 50-Jährigen.
Bestand in den vergangenen Jahren noch ein deutlicher Unterschied zwischen den Regionen im Westen mit teils sehr hohen Onliner-Anteilen und den östlichen Regionen mit meist niedrigem Onliner-Anteil, so löst sich das West-Ost-Gefälle der Internet-Nutzung zunehmend auf. Im äußersten Norden Deutschlands (Schleswig-Holstein und Hamburg) sowie im Süden liegen die Regionen mit der höchsten Onliner-Dichte.
Darmstadt mit Frankfurt am Main ist 2004 die Region, die gemessen an den Einwohnern den stärksten Onliner-Anteil in Deutschland hat. Auf Ebene der Bundesländer hat Berlin mit fast 58 Prozent auch in 2004 die Nase vorn. Schleswig-Holstein und Hessen belegen die Plätze zwei und drei im Ranking der Bundesländer. Mecklenburg-Vorpommern und das Saarland sind die beiden Bundesländer, in denen im Verhältnis die meisten Offliner leben.
Besonders hohe Zuwächse der Internet-Nutzung hat TNS Emnid auch bei der Generation der über 50-Jährigen festgestellt. 28,2 Prozent der so genannten "Best Ager" sind mittlerweile online. Insbesondere in der Altersgruppe der 50- bis 59-Jährigen sind es mit 50,3 Prozent sogar erstmals mehr als die Hälfte. Die höchsten Zuwächse stellt der (N)ONLINER Atlas 2004 in der Altersgruppe der über 60-Jährigen fest. Hier wuchs der Onliner-Anteil von 14,6 Prozent in 2003 auf 17,4 Prozent.
Frauen sind im Internet auf dem Vormarsch. Waren die Zuwächse der Internet-Nutzerinnen seit 2003 moderat, so geht ein Großteil des Zuwachses der vergangenen zwölf Monate auf das Konto der Frauen. Der Onliner-Anteil der weiblichen Bevölkerung stieg von 42,1 Prozent in 2003 auf 45,6 Prozent. Im Gegenzug dazu stieg die Internet-Nutzung bei den Männern in 2004 nur geringfügig von 58,8 Prozent in 2003 auf 60,4 Prozent.
Der "N)ONLINER Atlas 2004" ist eine gemeinsame Untersuchung von TNS Emnid und der Initiative D21 mit Unterstützung der Deutschen Telekom, Siemens AG, Frauen geben Technik neue Impulse e.V. und des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit.
Die Print-Ausgabe des "(N)ONLINER Atlas 2004. Eine Topographie des digitalen Grabens durch Deutschland" kann zum Preis von 21,- Euro Schutzgebühr über nonliner-atlas@tnsemnid.com oder unter www.nonliner-atlas.de bestellt werden. Der Betrag wird vollständig zur Unterstützung eines gemeinnützigen Projektes der Initiative D21 verwendet.
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