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Moore Medio - Edler Digitalvideorekorder im Konsolen-Look

Teurer High-End-PC im Design-Gehäuse, mit leiser Kühlung und 320 GByte Kapazität. Der britische Anbieter Moore Innovations liefert in England seit Anfang Juni 2004 seinen Digitalvideorekorder-PC "Moore Medio" aus. Das leicht an eine X-Box erinnernde Designgehäuse beherbergt je nach Modell entweder einen analogen oder einen DVB-T-Fernsehempfänger.
/ Christian Klaß
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Der Moore Medio dient zum Fernsehen, Aufzeichnen des Fernsehbilds inkl. Live-Pause/Timeshift-Funktion, zur DVD- und MP3-Wiedergabe und kann auch als normaler Windows-PC genutzt werden. Kernstück des von Moore Innovations als "Home Theatre PC" (HTPC) klassifizierten Medio ist ein 2,8-GHz-Pentium-4-Prozessor, der auf 512 MByte DDR-SDRAM (2x 256 MByte für Dual-Channel-Unterstützung), zwei 160-GByte-SATA-Festplatten von Samsung und einen 8fach-Multiformat-DVD-Brenner (DVD+R/RW, DVD-R/RW) zugreift.

Als Grafikkarte dient eine passiv per Heatpipe gekühlte Sapphire Radeon 9600 XT Ultimate Edition (DVI, VGA, S-Video). Für analogen oder digitalen 5.1- oder 7.1-Raumklang sorgt eine Audigy-2-Soundkarte von Creative Labs. Zuvor war eine Terratec Aureon 7.1 geplant, hier wäre die Anpassung an die Software aber nicht so ideal gewesen.

Damit der Moore Medio trotz der Standard-CPU - so verspricht es der Hersteller - nahezu geräuschlos läuft und in ruhigen Filmpassagen nicht stört, werden ein Zalman-7000-CPU-Kühler und ein Seasonic-Netzteil - beide mit leise laufendem Lüfter - eingesetzt. Das speziell angefertigte, knapp 44 x 36 x 17 cm große Designgehäuse des Medio soll für passive Kühlung sorgen - direkt hinter den seitlichen Alu-Kühlrippen stecken die beiden Festplatten.

Für drahtlose Netzwerkverbindungen (IEEE 802.11g) wurde eine 54-Mbps-WLAN-PCI-Steckkarte von Netgear verbaut. Damit man sich zur Bedienung des Windows-XP-Home-Systems nicht vom Sofa erheben muss, werden eine Funktastatur und eine optische Gyroskop-Maus von Gyration mitgeliefert.

Den Moore Medio gibt es in zwei Versionen: entweder mit analoger TV-PCI-Karte von Hauppauge (Modell PCI-FM) oder der DVB-T-PCI-Karte "WinTV Nova-T" vom gleichen Hersteller. Ein System mit analogem und digitalem Fernsehempfang bietet Moore Innovations derzeit nicht an.

Als Software kommt neben dem erwähnten Windows XP Home die bekannte und recht leistungsfähige Digitalvideorekorder-Software Showshifter von HomeMediaNetworks zum Einsatz. Diese soll in den letzten Monaten in Zusammenarbeit mit den Showshifter-Entwicklern an die Hardware angepasst worden sein, damit eine hohe Bild- und Tonqualität erreicht werde. In der Analogkonfiguration zeichnet Medio im DivX- und in der DVB-T-Version im MPEG-2-Format auf - eine automatische Umwandlung ins DivX-Format wird nicht unterstützt. Eine CD/DVD-Brenn-Software von Pinnacle Systems soll für die Archivierung der Aufzeichnungen auf CD bzw. DVD beigepackt sein.

Moore Innovations vertreibt den Moore Medio derzeit über den britischen PC-Händler KustomPCs, der beide Varianten seit Anfang Juni 2004 für rund 2.000,- Pfund (inkl. 17 Prozent Steuer) ausliefert, was umgerechnet etwas über 3.000,- Euro bedeutet. Derzeit konzentriert man sich auf den britischen Markt, will dort speziell anspruchsvolle Audio- und Heimkino-Enthusiasten ansprechen und erklärt die hohen Kosten mit den qualitativ hochwertigen Materialien und Komponenten sowie einer Rund-um-die-Uhr-Hotline. In weiteren Ländern will der Hersteller erst aktiv werden, wenn die Nachfrage entsprechend hoch wird, hieß es auf Anfrage von Golem.de.


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