Internet-Telefonie-Tool Skype nun auch für Linux
"Für eine Linux-Version von Skype hatten wir eine große Nachfrage, seit wir die Skype für Windows-Beta vor zehn Monaten starteten" , so Niklas Zennstrom, CEO und Mitbegründer des gleichnamigen Start-ups Skype. Der durch sein mittlerweile verkauftes Filesharing-Netz Kazaa bekannt gewordene Zennstrom verspricht, dass die Voice-over-IP-Software Skype ständig um neue Telefonie-Optionen erweitert wird und dass man dabei auf die Wünsche der Kunden hören würde.
Wie die Windows- und WindowsCE-Versionen von Skype soll auch die Linux-Version kostenlos bleiben und das Telefonieren zwischen Skype-Nutzern nichts kosten. Unter Linux braucht man einen PC mit mindestens 400-MHz-Prozessor, 128 MByte RAM und 33,6-kbps-Modem. Gute Sprachqualität gibt es bei Skype – unabhängig von der Betriebssystem-Version erst ab Breitband-Verbindungen wie DSL.
In der Regel nutzt Skype laut Beschreibung zwischen 3 und 16 KByte pro Sekunde, abhängig von der zur Verfügung stehenden Bandbreite, den Netzwerkbedingungen zwischen den Telefonierenden und der CPU-Leistung des Anrufers. Den Kontakt mit SIP-Servern erlaubt Skype bisher nicht, die Software basiert auf einem eigenen Peer-to-Peer-Protokoll, könnte aber später laut den Entwicklern erweitert werden.
Bisher werden nicht alle Funktionen der Windows-Version Skype 0.98 auch unter Linux unterstützt; Skype für Linux kann etwa noch keine Telefonkonferenzen initiieren, sondern nur an ihnen teilnehmen, und auch der Dienst SkypeOut (Gateway ins normale Telefonnetz) steht noch nicht zur Verfügung. Zudem gibt es derzeit nur eine englischsprachige Bedienoberfläche für das Linux-Skype, was sich in naher Zukunft ändern soll.
Skype für Linux soll zumindest unter SuSE 9, Gentoo 1.4, Debian "Sid", Fedora Core 2 und Suns Java Desktop System Release 2 laufen. "Skype for Linux Beta" erfordert die glibc 2.2.5 oder höher und Qt 3.2 oder höher, wobei Letzteres nur für die Integration in die Benutzeroberfläche benötigt wird. Unterstützt werden KDE und Gnome. Für die Soundkartenansteuerung greift Skype für Linux auf das Open Sound System (OSS) zu, wobei auch die OSS-Emulation von ALSA funktionieren soll. Den Quellcode bietet das Unternehmen Skype nicht an und hat dies laut offizieller Website auch nicht vor.
Die "Skype for Linux Beta" steht seit 21. Juni 2004 zum Download(öffnet im neuen Fenster) auf der offiziellen Website www.skype.com(öffnet im neuen Fenster) zur Verfügung. Die MacOS-Version soll folgen, ein Datum wurde hier aber noch nicht genannt.
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