Interview: Die Freiheit der GPL hat Grenzen

Golem.de: Du hast in deinem Vortrag erwähnt, dass einige Personen am eher stillen Vorgehen im Fall Linksys Kritik geäußert haben. Wie stellte sich die Kritik dar?

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Welte: Der Linksys-Fall wurde ja von der FSF angeführt und die Kritik richtetet sich vor allem gegen das sehr langsame Vorgehen, bis ein Ergebnis sichtbar wurde. Zwar hat Linksys dann einen Quellcode veröffentlicht, der war aber nicht vollständig. Das war nur ein Standard-Kernel, der auch nicht konfiguriert war - da haben alle möglichen Teile gefehlt. Es war also nicht das, was die Lizenz verlangt und die Verhandlungen haben sich dann recht lang hingezogen.

Golem.de: Du hast erwähnt, dass kaum eine Woche vergeht, in der du nicht über eine Urheberrechtsverletzung an deiner Software informiert wirst. Wie viel Arbeitszeit entfällt denn für dich heute auf den rechtlichen Bereich, also den Schutz freier Software?

Welte: Leider zu viel. Ich bin Techniker und würde am liebsten den ganzen Tag programmieren. In den letzten Monaten, in denen ich das intensiv betrieben habe, würde ich sagen ist gut ein Viertel der Zeit darauf entfallen. Wir sind jetzt insgesamt in 16 Fällen tätig gewesen bzw. noch tätig.
Einige davon sind abgeschlossen, Fujitsu Siemens, Belkin, Asus beispielsweise sind alles außergerichtlich abgeschlossene Fälle. Es gibt noch Fälle, die in den Verhandlungen stecken und da geht dann schon viel Zeit drauf.
Die Idee ist, einige Fälle zu erzeugen, die viel öffentliches Interesse erwecken, um gegenüber denjenigen, die gegen die Lizenz verstoßen wollen, eine gewisse Drohkulisse aufzubauen - wir meinen das ernst, wir setzen die Lizenz durch, im Zweifelsfall auch vor Gericht, wenn ihr euch nicht daran haltet - , so dass man letztendlich nicht zu vielen einzelnen Fällen hinterherrennen muss.

Golem.de: Hast Du das Gefühl, dass die Urheberrechtsverletzungen in deinem Bereich besonders stark sind, schließlich werden Komponenten wie Netfilter in vielen Geräten eingesetzt?

Welte: Das ist sicher richtig, Netfilter ist sehr weit verbreitet. Wenn man diesen ganzen Dunstkreis der DSL- und WLAN-Router, Access-Points und VPN-Geräte da mit einbezieht, gibt das eine unglaubliche Bandbreite an Netzwerk-Equipment, wo Paketfilter mit zum Einsatz kommen. Deshalb ist auch Netfilter sehr stark davon betroffen. Nichtsdestotrotz würde ich sagen, dass der Linux-Kernel als solcher, also der eigentliche Kern des Kernels wie beispielsweise das Memory-Management, noch weitaus häufiger verwendet wird.
Ich kenne viele Produkte, bei denen ich selber nichts machen kann, da dort Linux zum Einsatz kommt, nicht aber ein Paketfilter, und ich bin ja nur der Urheber des Paketfilters.

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bull16 01. Aug 2004

du kannst auch viel geld mit partnerprogramme verdienen wenn du natürlich dir müche...

Otto d.O. 24. Jun 2004

Trottel. Ich zahle jedes Jahr genug Steuer, um fünf Idioten wie dich durchfüttern zu können.

LOL 24. Jun 2004

Super. Und damit du Zeit hast mit deinen Kollegen herumzuspielen lässt du dich wohl von...

Otto d.O. 23. Jun 2004

Was man als Hersteller von OpenSource-Software relativ leicht gewinnt, ist...

jtsn 23. Jun 2004

Was in dem Artikel nicht ganz rüberkommt: Das Gericht beurteilt nicht nur die Gültigkeit...



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