Mittelstandsbeteiligung an Münchner Linux-Einstieg angemahnt
"Der Beschluss ebnet wirklichem Wettbewerb in der öffentlichen IT den Weg" , so der FIWM-Vorstandssprecher Joachim Graf. Statt der Abhängigkeit von der Preis- und Lizenzpolitik eines einzigen Monopolisten öffne der Beschluss auch anderen Kommunen den Weg zu preisgünstigeren Alternativen.
"Es muss aber Ernst gemacht werden mit der Abkehr von den Monopolen" , argumentierte Graf. "Der Vorteil von Open Source darf jetzt nicht aufgegeben werden, indem die Stadt sich aus Angst in die Arme der nächsten Großfirmen flüchtet" .
Bei den nun geplanten Ausschreibungen dürften nicht nur IBM und Novell-Tochter Suse zum Zuge kommen, sondern auch die kleinen und mittelständischen IT-Dienstleister aus München. "München hat viele kleine IT-Firmen, in denen hochkarätige Open-Source-Kompetenz konzentriert ist" , so Graf. "Die Stadt muss mit ihren Ausschreibungen Sorge tragen, dass auch der IT-Mittelstand vor Ort Chancen hat, die geplanten Fachanwendungen und Speziallösungen zu realisieren."
Scharf kritisierte Graf die Äußerungen von Seiten der CSU-Fraktion, "Feierabendprogrammierer aus der Open-Source-Ecke" würden die IT-Wirtschaft München "zerstören" : "Ohne die vielen hundert kleinen und mittelständischen IT-Unternehmen in München wäre es um den IT-Standort München sehr schlecht bestellt. Denn im Gegensatz zu den Feierabendpolitikern der Münchner CSU-Fraktion, die in der Vergangenheit mehr durch ihre Stimmenkauf-Skandale als durch ihre IT-Kompetenz aufgefallen ist, arbeiten die Münchner IT-Unternehmen in ihren Segmenten mehrheitlich sehr erfolgreich."
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