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Microsoft geht unter die Virenjäger

Redmond plant Virenscanner als separates Produkt. Microsoft will in Kürze im Markt für Antiviren-Software auf Windows-Systemen aktiv werden, gab Mike Nash, der Chef von Microsofts Sicherheitsabteilung, gegenüber US-Medien bekannt. Nach den derzeitigen Plänen soll der Virenscanner von Redmond separat angeboten und nicht etwa in das Betriebssystem Windows integriert werden.
/ Ingo Pakalski
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Derzeit liegen kaum weitere Details zu Microsofts geplanter Antiviren-Lösung vor, so dass auch unbekannt ist, wann ein fertiges Produkt in die Regale kommt. Wie Mike Nash erklärte, will Microsoft das Antivirus-Produkt zusammen mit entsprechenden Support-Diensten wie der Aktualisierung von Virensignaturen anbieten.

Im Juni 2003 übernahm Microsoft den rumänischen Antiviren-Spezialisten GeCAD Software und kaufte alle Rechte und Technologien des Unternehmens auf. Bei der Übernahme vor einem Jahr gab Microsoft bekannt, das Wissen von GeCAD für einen verbesserten Virenschutz von Windows im Zusammenspiel mit Virenscannern anderer Hersteller anbieten zu wollen. Nun scheint Microsoft die eingekaufte Technik aber in eigenen Antivirusprodukten einsetzen zu wollen.

Mike Nash schloss aus, dass Microsoft den geplanten Virenscanner zusammen mit dem Betriebssystem Windows ausliefert, sondern stattdessen nur als weiterer Anbieter im Markt für Antivirenlösungen auftritt. Das dürfte Sicherheitsunternehmen im Antivirenmarkt kaum beruhigen, denn der Eintritt des Software-Giganten in diesen Bereich dürfte den Virenscanner-Markt gehörig durcheinander wirbeln.


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