Abo
  • Services:
Anzeige

FTC: Sichere E-Mail-Authentifizierung statt Anti-Spam-Listen

Reine Anti-Spam-Listen könnten Spam-Menge noch steigern

Im Zuge der Einführung der staatlich geplanten und von der Federal Trade Commission (FTC) umzusetzenden "Do Not Spam"-Liste hat die FTC nun den Kongress vor deren Einsatz gewarnt. Derzeit würde die Anti-Spam-Liste, in die sich die Bevölkerung eintragen könnte, um keine unerwünschte Werbung mehr zu erhalten, keine positiven Veränderungen bringen, sondern könnte sogar dafür sorgen, dass die in die Datenbank aufgenommenen E-Mail-Adressen noch schlimmeren Spam-Fluten ausgesetzt sind - da Spammer die Listen einfach für sich gebrauchen könnten.

Der von der FTC vorgelegte Report wies darauf hin, dass die Anti-Spam-Bemühungen sich nun auf die Entwicklung eines robusten E-Mail-Authentifizierungssystems konzentrieren, das Spammer daran hindere, ihre Spuren zu verwischen und damit die Anti-Spam-Filter und rechtliche Mittel der Internet Service Provider zu umgehen. Um die Entwicklung eines verlässlichen E-Mail-Authentifizierungssystems zu fördern, hat die FTC angekündigt, einen "Fall 2004 Authentication Summit" auszurichten und zu finanzieren, um eine eingehende Analyse möglicher Authentifizierungssysteme und deren schnelle Einführung zu fördern.

Anzeige

Im Dezember 2003 hatte der US-Kongress den "Controlling the Assault of Non-Solicited Pornography and Marketing Act" (CAN-SPAM Act) abgesegnet und damit der FTC den Auftrag gegeben, eine nationale Anti-Spam-Datenbank zu entwickeln, deren zeitliche Umsetzung zu planen und den Kongress über (sicherheits-)technische, datenschutzrechtliche, rechtliche und andere Probleme zu erörtern. Eines der zu lösenden Probleme sei die Einrichtung einer Registrierungsstelle und wie dabei mit E-Mail-Accounts von Kindern umzugehen sei.

In ihrem jüngst erschienenen Report hat die FTC drei mögliche Typen von Anti-Spam-Datenbanken analysiert: eine mit individuellen E-Mail-Adressen, eine mit Namen von Domains, die keine unerwünschte Werbung erhalten wollen und eine Namens-Datenbank. Bei Letzterer würde nicht angeforderte Werbung über einen unabhängigen Dritten versendet werden und alle in der Datenbank stehenden Empfänger verschont bleiben.

Die drei Anti-Spam-Listen-Modelle - die aus den Vorschlägen von Internet-, Computer- und Datenbank-Management-Firmen stammten und mit Hilfe von 80 Experten aus der Wissenschaft, Wirtschaft, Vermarktern und Verbraucherschützern ausgesucht wurden - seien jedoch alle nicht effektiv erzwingbar. Listen mit individuellen E-Mail-Adressen würden zudem gravierende Sicherheits- und Datenschutz-Risiken mit sich bringen, so dass die registrierten Adressen sehr wahrscheinlich mehr Spam erhalten würden, da Spammer die Listen einfach als Verzeichnis funktionierender E-Mail-Adressen für ihre Zwecke missbrauchen würden.

"Es würde letztendlich eine nationale Do-Spam-Liste daraus werden", heißt es seitens der FTC. Gleichermaßen hätte eine Domain-Liste keinen Einfluss, und ein Modell, bei dem Dritte einen Werbe-Weiterleitungs-Dienst bieten, könnte eine verheerende Auswirkung auf das E-Mail-System haben.

Anstatt eine Datenbank einzurichten, die im besten Fall keinen Einfluss auf Spam hat und im schlimmsten Fall zu einer Steigerung der Spam-Fluten führe, erkennt der FTC-Plan nun die Einrichtung eines besseren E-Mail-Systems an. "Mit Authentifizierung, besserer 'CAN-SPAM Act'-Vollstreckung und besseren Filtern bei den ISPs könnte eine Anti-Spam-E-Mail-Datenbank sogar überflüssig werden", so die FTC in einer Mitteilung vom 15. Juni 2004.


eye home zur Startseite
Michael - alt 20. Jun 2004

na da bin ich mal auf deine ideen gespannt, wie ein deutscher mailuser auch nur einen der...

Martin 20. Jun 2004

Nun ja. Dann hättest du auch über 20% schreiben können. ;) Klar kann man das...

Michael - alt 18. Jun 2004

95% sind auch über 80%. ich wollte nicht gleich übertreiben... es geht nicht darum, ob...

Martin 18. Jun 2004

Bei mir sind es über 95%. LOL Als ob man diese Werbung angefordert hätte... Zudem macht...

Michael - alt 18. Jun 2004

von was weiß ich im moment nicht, kann man aber im internet nachlesen. jedenfalls recht...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Tecan Software Competence Center GmbH, Mainz-Kastel
  2. EWE AG, Oldenburg
  3. EWE AG, Oldenburg, Bremen
  4. Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, verschiedene Standorte


Anzeige
Top-Angebote
  1. 419€ + 3,99€ Versand
  2. (u. a. Battlefield 1 - Revolution Edition 19,99€, Falloit GOTY 16,99€ und Skyrim Special...
  3. 299€ statt 399€

Folgen Sie uns
       


  1. Alexa und Co.

    Wirtschaftsverband sieht Megatrend zu smarten Lautsprechern

  2. Apple TV

    Deutsche TV-App startet mit nur vier Anbietern

  3. King's Field 1 (1994)

    Die Saat für Dark Souls

  4. Anheuser Busch

    US-Brauerei bestellt 40 Tesla-Trucks vor

  5. Apple

    Jony Ive übernimmt wieder Apples Produktdesign

  6. Elon Musk

    Tesla will eigene KI-Chips bauen

  7. Die Woche im Video

    Lauscher auf!

  8. Entlassungen

    Kaufland beendet Online-Lieferservice für Lebensmittel

  9. DigiNetz-Gesetz

    Unitymedia überbaut keine Glasfaser in Fördergebieten

  10. Telekom

    Mobilfunk an neuer ICE-Strecke München-Berlin ausgebaut



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Jessica Barker im Interview: "Die Kriminellen sind bessere Psychologen als wir"
Jessica Barker im Interview
"Die Kriminellen sind bessere Psychologen als wir"
  1. JoltandBleed Oracle veröffentlicht Notfallpatch für Universitäts-Software
  2. IP-Kameras Wie man ein Botnetz durch die Firewall baut

München: Tschüss Limux, hallo Chaos!
München
Tschüss Limux, hallo Chaos!
  1. Limux-Ende München beschließt 90 Millionen für IT-Umbau
  2. Limux-Ende Münchner Stadtrat stimmt für Windows-Migration
  3. Limux-Rollback Kosten für Windows-Umstieg in München bleiben geheim

Hywind Scotland: Windkraft Ahoi
Hywind Scotland
Windkraft Ahoi
  1. Viking Link Dänemark baut längstes Unterwasserstromkabel

  1. Re: Vorbereitung für Völkermord

    Patman | 01:32

  2. Re: Dafür brauchten die einen Test?

    ibecf | 01:29

  3. Re: Warum IoT pöse ist (Kritische Masse)

    freebyte | 01:05

  4. Re: So einen Reaktor hätte ich gerne in meinem keller

    Frank... | 00:54

  5. Re: Völlig nutzlos ohne Display.

    blaub4r | 00:30


  1. 10:59

  2. 09:41

  3. 08:00

  4. 15:44

  5. 14:05

  6. 13:09

  7. 09:03

  8. 19:18


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel