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Fraunhofer-Institut simuliert Quanten-Computer

Simulationen mit bis zu 27 Qubits über das Web möglich. Das Fraunhofer-Institut für Rechnerarchitektur und Softwaretechnik (FIRST) in Berlin bietet jetzt einen kostenlosen Web-basierten Zugang zu seinem "Fraunhofer Quantum Computing Simulator" an. Die parallele Simulations-Engine erlaubt die Untersuchung von Quantenprozessen mit bis zu 31 Qubits.
/ Jens Ihlenfeld
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Mit dem Simulator lassen sich die speziellen Algorithmen für Quantencomputer schon heute testen, denn für diese kommende Computergeneration sind komplett neue Ansätze notwendig. Denn Quantencomputer basieren auf so genannten Qubits, die im Gegensatz zu Bits, die nur die zwei Zustände 0 oder 1 haben können, in einem Mischzustand aller möglichen Werte vorliegen. Durch die Ausnutzung von Quanteneffekten werden so Berechnungen möglich, die bisher als praktisch unlösbar galten. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass es gelingt, Quantencomputer mit einer weitaus größeren Anzahl, etwa 100 bis 1.000 Qubits, zu realisieren. Quantencomputer sollen so beispielsweise Zahlen deutlich schneller faktorisieren können als herkömmliche Rechner.

Der Dienst des Fraunhofer-Institutes läuft derzeit im Beta-Test und erlaubt es, Simulationen mit bis zu 27 Qubits zu erzeugen.

Die Simulation läuft dabei auf einem Linux-Cluster mit 32 Knoten mit je einem 32 Athlon MP 2000+. Insgesamt verfügt der Cluster über 56 GByte DDR-RAM.


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