Abo
  • Services:
Anzeige

Lawrence Lessig bittet um Hilfe für Klage gegen Urheberrecht

Beispiele für Schäden durch Copyright-Beschränkung gesucht

Unter dem Namen Kahle v. Ashcroft sorgt in den USA seit einiger Zeit ein Gerichtsverfahren für Furore, mit dem auf die verfassungsrechtlichen Probleme des seit 1976 existierenden, bedingungslosen Urheberrechts hingewiesen werden soll, durch das alle künstlerischen Werke automatisch Urheberrechtsschutz genießen. Lawrence Lessig, der wohl bekannteste Wortführer gegen diese Urheberrechts-Automatik, hat nun die Öffentlichkeit dazu aufgerufen, Beispielfälle aufzuzählen, in denen das Urheberrecht ihre tägliche Arbeit und Kreativität einschränkt. Diese Fälle sollen dann vor Gericht als Argumente gegen die Automatik eingebracht werden.

Hatten die USA früher ein bedingtes Urheberrecht, in dem Urheber ihre Rechte anmelden und registrieren mussten, gilt seit 1976 ein bedingungsloses Urheberrecht. Das Problem dabei ist nun, dass somit auch viele Werke urheberrechtlich geschützt sind, für die eine kommerzielle Verwertung gar nicht mehr denkbar ist - unter anderem Bücher, die schon seit Jahren nicht mehr gedruckt werden.

Anzeige

Archive leiden somit darunter, dass sie diese Werke nicht ohne weiteres in ihre Sammlung aufnehmen können - dafür müsste zunächst der Rechteinhaber ausfindig gemacht und das Urheberrecht geklärt werden, was einen immens großen Verwaltungsaufwand darstellt und in vielen Fällen kaum zu bewerkstelligen ist. Unter dem alten Urheberrechtssystem hingegen wäre ein Großteil dieser kommerziell nicht interessanten Werke kaum registriert worden und hätte so archiviert und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden können.

Die Argumente von Lessig und seinem Team zielen daher darauf ab, dass durch den bestehenden automatischen Urheberrechtsschutz für kommerziell nicht mehr verwertbare Werke zwar viele Personen wie Archive und Künstler in ihrer Arbeit massiv behindert werden, letztendlich aber niemand von dieser Behinderung profitiert - auch nicht diejenigen, die das Copyright an diesen Werken besitzen.

Man hat daher eine 'Kahle v. Ashcroft submission site' eingerichtet, auf der die Öffentlichkeit aufgerufen ist, Beispiele zu nennen, wie sie selbst unter dem automatischen Urheberrecht leidet. Wer beispielsweise ein nicht mehr erhältliches Buch, einen Film oder ein Musikstück verwenden wollte, dies aber nicht konnte, weil er beispielsweise nicht in der Lage war, den Urheberrechtsinhaber ausfindig zu machen oder die Kosten für die Suche nach diesem zu hoch gewesen wären, soll diese Story auf der Website einreichen, um den Prozessführenden so wertvolles Material an die Hand zu geben. Dies will man dann im weiteren Verlauf des Verfahrens vor Gericht einbringen.


eye home zur Startseite



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Deutsche Bank AG, Frankfurt am Main
  2. DLR Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V., Bonn
  3. Commerz Finanz GmbH, München
  4. Robert Bosch GmbH, Stuttgart-Feuerbach


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. ab 59,00€ (Vorbesteller-Preisgarantie)
  2. 7,49€
  3. 47,99€

Folgen Sie uns
       


  1. Interview auf Youtube

    Merkel verteidigt Ziel von 1 Million Elektroautos bis 2020

  2. Ransomware

    Not-Petya-Angriff kostet Maersk 200 Millionen US-Dollar

  3. Spielebranche

    Mikrotransaktionen boomen zulasten der Kaufspiele

  4. Autonomes Fahren

    Fiat Chrysler kooperiert mit BMW und Intel

  5. Auto

    Toyota will Fahrzeugsäulen unsichtbar machen

  6. Amazon Channels

    Prime-Kunden erhalten Fußball-Bundesliga für 5 Euro im Monat

  7. Dex-Bytecode

    Google zeigt Vorschau auf neuen Android-Compiler

  8. Prozessor

    Intels Ice Lake wird in 10+ nm gefertigt

  9. Callya Flex

    Vodafone eifert dem Congstar-Prepaid-Tarif nach

  10. Datenbank

    MongoDB bereitet offenbar Börsengang vor



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
LG 34UC89G im Test: Wenn G-Sync und 166 Hertz nicht genug sind
LG 34UC89G im Test
Wenn G-Sync und 166 Hertz nicht genug sind
  1. LG 43UD79-B LG bringt Monitor mit 42,5-Zoll-Panel für vier Signalquellen
  2. Gaming-Monitor Viewsonic XG 2530 im Test 240 Hertz, an die man sich gewöhnen kann
  3. SW271 Benq bringt HDR-Display mit 10-Bit-Panel

Windows 10 S im Test: Das S steht für schlechtes Marketing
Windows 10 S im Test
Das S steht für schlechtes Marketing
  1. Microsoft Neugierige Nutzer können Windows 10 S ausprobieren
  2. Surface Diagnostic Toolkit Surface-Tool kommt in den Windows Store
  3. Malware Der unvollständige Ransomware-Schutz von Windows 10 S

C64-Umbau mit dem Raspberry Pi: Die Wiedergeburt der Heimcomputer-Legende
C64-Umbau mit dem Raspberry Pi
Die Wiedergeburt der Heimcomputer-Legende

  1. Re: An der IT gespart? ;)

    Vaako | 17:07

  2. Re: Also einer der Mitspieler kritisiert den...

    RipClaw | 17:07

  3. Re: Und amazon kann dafür etwas weil....

    NilsKraus | 17:04

  4. Re: Meine Switch-Hoffnung

    Hotohori | 17:04

  5. Merkel ist eine tolle Frau

    Bierfuerst | 17:04


  1. 16:57

  2. 16:25

  3. 16:15

  4. 15:32

  5. 15:30

  6. 15:02

  7. 14:49

  8. 13:50


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel