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Vorbereitungen auf Elektronik-Entsorgung kommen voran

Herstellerspezifische und kollektive Entsorgungslösungen gut vereinbar

Das vor zwölf Monaten vom Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) e.V. und dem Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (Bitkom) gemeinsam gegründete Projekt zum Aufbau eines Elektro-Altgeräte-Registers (EAR) hat nach Angaben der Verbände zwischenzeitlich große Fortschritte gemacht.

Weit mehr als 100 namhafte Hersteller und Importeure aller Branchen finanzieren die Projektarbeit. Das "Elektro-Altgeräte-Register" ist die Grundlage für Wettbewerb bei der Entsorgung und damit nach Ansicht der Initiatoren Voraussetzung für die effiziente Wahrnehmung der Produktverantwortung. "Die Hersteller arbeiten nach dem Motto 'so viel individuelle Elemente wie möglich - so viel gemeinsame Elemente wie nötig'", sagte Otmar Frey, Vorsitzender der gemeinsamen Taskforce von ZVEI und Bitkom. Mit der Gründung der Projektgesellschaft ist die Industrie bereits geschlossen in Vorleistung gegangen und will das Projekt auch weiterhin zügig vorantreiben.

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Das Elektro-Altgeräte-Register beschränkt sich auf Registrierung, Mengenerfassung, Abholkoordination, Nachweisführung und Teilnahmebeobachtung. Operative Aufgaben von Altgeräterücknahme und -entsorgung werden vom Register nicht übernommen.

Laut BMU ist es den Herstellern möglich, sowohl ihre eigenen Rücknahmesysteme aufzubauen als auch sich an einem kollektiven System zur Entsorgung von gebrauchten Elektro- und Elektronikgeräten zu beteiligen. ZVEI und Bitkom erachten dies als praxisgerechte Vorgabe, um Rücknahmemodelle zu entwickeln, die für die breite betroffene Produktpalette geeignet sind. Das EAR wird dafür sorgen, dass für beide Optionen (individuell oder kollektiv) die gleichen Wettbewerbsbedingungen herrschen. "In der Praxis werden sich gemeinsame Rücknahmekonzepte und herstellerspezifische Lösungen ergänzen", so Peter Cossé, stellvertretender Vorsitzender der gemeinsamen Taskforce von ZVEI und Bitkom.

Die nationale Elektro- und Elektronik-Altgeräte-Verordnung regelt ab 2005 die Entsorgung von rund 1,1 Millionen Tonnen gebrauchter Geräte wie Waschmaschinen, Kühlschränken, Fernsehern, Computern oder Handys.

Die Kosten der künftigen Rücknahmesysteme betragen für die Industrie voraussichtlich zwischen 350 und 500 Millionen Euro jährlich.


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