Abo
  • Services:
Anzeige

Ärger für Sapphire wegen Radeon 9800 Pro mit 128 Bit (Upd.)

Protest-Website und Forums-Diskussionen wegen Sapphire-Produktnamen

Der Grafikkarten- und Mainboard-Hersteller Sapphire steckt für eine als Radeon 9800 Pro mit 128-Bit-Speicherschnittstelle bezeichnete Grafikkarte derzeit Kritik ein, denn die ATI-Spezifikationen sehen 256 Bit vor, was deutlich mehr Leistung bringt. Ein laut Sapphire bei eBay übers Ohr gehauener Kunde heizt dem Unternehmen mit einer Protest-Website seit kurzem gehörig ein.

Die als Atlantis Radeon 9800 Pro bezeichnete Grafikkarte führt den Hinweis auf 128 Bit leider nicht direkt im Namen, die entsprechende Produktseite und Händler, welche die OEM/Bulk-Karte führen, weisen aber auf die 128 Bit hin. Fraglich ist nur, ob technisch weniger erfahrene Kunden den Hinweis verstehen - oder davon ausgehen, dass ihnen für wenig Geld volle Radeon-9800-Pro-Leistung geboten wird.

Anzeige

Sapphire zufolge wird die Karte nicht als Retail-Produkt (inkl. Verpackung und Software-Beigaben) verkauft, sondern nur als OEM/Bulk-Produkt (nackte Karte mit Kabeln und Treibern) vertrieben. Allerdings ist auch Letztere ganz normal über den Fachhandel erhältlich. Die 128-Bit-9800-Pro soll - je nach Spiel oder Benchmark - etwa 70 bis 85 Prozent der Leistung ihrer Standard-256-Bit-Schwester aus dem gleichen Haus erreichen. Mit einem Chiptakt von 325 MHz und einem Speichertakt von 290 MHz ist die Karte zudem definitiv langsamer getaktet als eine echte Radeon 9800 Pro - denn hier wären 380 MHz und je nach Speicherausbau 350 MHz (256 MByte) oder 340 MHz (128 MByte) üblich.

Der Name Radeon 9800 Pro ist in diesem Fall also - unabhängig ob 128 oder 256 Bit - schon an sich irreführend, da er mehr verspricht, als er halten kann. Andere Hersteller bezeichnen entsprechende Karten als Radeon 9800 LE; was nicht zu verwechseln ist mit der Radeon 9800 SE, die neben 128 Bit wiederum nur vier anstatt acht Pixelpipelines bietet, also eher mit der Radeon 9600 verwandt ist. Alles klar?

Der von dem eingangs erwähnten enttäuschten US-Kunden gestartete Boykott-Aufruf auf der Website www.boycottsapphire.com sorgt derweil dafür, dass die fragwürdige Produkt-Benennungstaktik von Sapphire in verschiedenen Foren für Diskussionen sorgt. Bei Sapphire Deutschland versteht man indes die Aufregung nicht, da immer auf die 128-Bit-Einschränkung hingewiesen und das Produkt nicht als Retail-Version verkauft werde. Sapphire hat bereits Kontakt mit boycottsapphire.com aufgenommen und versucht, die Spannungen zu entschärfen. Die auf der Protest-Website verlinkten Händler haben den Zusatz Pro bereits aus der Produktbezeichnung genommen.

Nicht nur bei ATI-Grafikkarten sind derartige Benennungs-Tricks zu finden, mit denen Kunden in die Irre geführt werden können. Ein gutes Beispiel seitens Nvidia sind hier GeForceFX-5900-XT-Grafikkarten, die dem unerfahrenen Kunden vorgaukeln, es wäre das Top-Produkt der 5900-Serie - einfach wegen der Namensgleichheit zu ATIs etwas früher erschienenem, ehemaligem Topprodukt Radeon 9800 XT. Einige Hersteller bezeichnen die 5900 XT übrigens auch als SE...

Nachtrag vom 16. Juni 2004, 11:40 Uhr:
Wie Sapphire Deutschland eingestehen musste, werden die Karten auch als Retail-Version verkauft, allerdings in Europa nur im skandinavischen Raum. Um da "die Verwirrung einzudämmen", weise ein dicker schwarzer Aufkleber unten rechts auf der Box auf die 128-Bit-Version hin. Die 128-Bit-Version sei durch ATI abgesegnet, was auch nicht zu bestreiten ist, nur ist zu bezweifeln, dass ATI auch die Klassifizierung als 9800 Pro 128 Bit vorschreibt. Denn dann müssten auch andere Hersteller dem folgen, was augenscheinlich nicht so ist. Auf ein Statement von ATI zu der Angelegenheit warten wir im Moment noch.


eye home zur Startseite
jan 02. Jul 2004

Wo kann ich denn prüfen welches Speicherinterface die Karte hatt?

Zeus Ex 18. Jun 2004

Siehe da! Sapphire bietet nun allen Kunden die versehentlich eine 9800Pro mit 128bit...

bodybag 17. Jun 2004

Das P5A lässt Grüssen... ASUS war mal ne gute Marke, aber ist inzwischen IMHO zu teuer...

ASUS-Käufer 17. Jun 2004

Bei den ATI Karten hab ich mich auch vorher informiert. Pro und Contra für Radeon 9600XT...

Ich 16. Jun 2004

Der einzige, der hier erst mal was lernen sollte bist du und das wäre dann wohl erst mal...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. ING-DiBa AG, Frankfurt
  2. T-Systems International GmbH, Leinfelden-Echterdingen
  3. über Hanseatisches Personalkontor Freiburg, Neuried-Altenheim
  4. Genossenschaftsverband Bayern e. V., München


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 6,99€
  2. ab 649,90€

Folgen Sie uns
       


  1. Search Light

    Google testet schlanke Such-App

  2. 3D-Drucker

    Neues Verfahren erkennt Manipulationen beim 3D-Druck

  3. AVS Device SDK

    Amazon bringt Alexa auf Raspberry Pi und andere Boards

  4. Adblock Plus

    OLG München erklärt Werbeblocker für zulässig

  5. Streaming

    Netflix plant 7 Milliarden US-Dollar für eigenen Content ein

  6. Coffee Lake

    Core i3 als Quadcores und Core i5 als Hexacores

  7. Starcraft Remastered im Test

    Klick, klick, klick, klick, klick als wär es 1998

  8. KB4034658

    Anniversary-Update-Update macht Probleme mit WSUS

  9. Container

    Githubs Kubernetes-Cluster überlebt regelmäßige Kernel-Panic

  10. Radeon RX Vega

    Mining-Treiber steigert MH/s deutlich



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Mercedes S-Klasse im Test: Das selbstfahrende Auto ist schon sehr nahe
Mercedes S-Klasse im Test
Das selbstfahrende Auto ist schon sehr nahe
  1. Autonomes Fahren Fiat Chrysler kooperiert mit BMW und Intel
  2. 3M Verkehrsschilder informieren autonom fahrende Autos
  3. Waymo Autonomes Auto zerstört sich beim Unfall mit Fußgängern

LG 34UC89G im Test: Wenn G-Sync und 166 Hertz nicht genug sind
LG 34UC89G im Test
Wenn G-Sync und 166 Hertz nicht genug sind
  1. LG 43UD79-B LG bringt Monitor mit 42,5-Zoll-Panel für vier Signalquellen
  2. Gaming-Monitor Viewsonic XG 2530 im Test 240 Hertz, an die man sich gewöhnen kann
  3. SW271 Benq bringt HDR-Display mit 10-Bit-Panel

Windows 10 S im Test: Das S steht für schlechtes Marketing
Windows 10 S im Test
Das S steht für schlechtes Marketing
  1. Microsoft Neugierige Nutzer können Windows 10 S ausprobieren
  2. Surface Diagnostic Toolkit Surface-Tool kommt in den Windows Store
  3. Malware Der unvollständige Ransomware-Schutz von Windows 10 S

  1. Re: Solange sie Content produzieren wie

    ve2000 | 04:41

  2. Re: i3 ohne SMT?

    hardtech | 04:29

  3. Ich habe einfach kein Interesse an Werbung

    torrbox | 04:16

  4. Re: Auswahl SOC *Kopfschüttel*

    ve2000 | 04:06

  5. Re: Was nicht alles geht wenn konkurrenz da ist.

    grorg | 04:03


  1. 17:02

  2. 15:55

  3. 15:41

  4. 15:16

  5. 14:57

  6. 14:40

  7. 14:26

  8. 13:31


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel